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Marokko-Urlaub 2003 |
Wir sind
dem
Winter entflohen

Am Samstag, den 25. Jänner 2003 starten wir. Selbstverständlich nicht so problemlos, wie wir es uns vorgestellt haben.
Bei uns lässt sich zuerst der Frischwassertank nicht füllen, im Waschraum schließt der Wasserhahn nicht. Große Aufregung: Christian, mein Mann, hat alles im Herbst ausgebaut, um zu vermeiden, dass sich Eis bildet und die Dichtungen beschädigt. Doch dann war alles klar: wir müssen bei diesen Temperaturen unser Wohnmobil vorwärmen, sonst schließt sich das Sicherheitsventil des Boilers nicht - die Mischbatterie, in Ruhe exakt zusammengebaut, funktioniert dann auch fast alles.
Bei unseren Freunden stellt sich die Fernsehantenne nicht auf, eigentlich will Bernd noch kurz das Hahnenkammrennen schauen – ein Kontaktfehler. Ja, das Dumme ist, dass es um diese Jahreszeit kein Vorbereiten und Ausprobieren gibt, wenn man keine geheizte Garage hat.
Nun geht’s los. Über den Brenner auf der Bundesstraße – fast 1 Euro Maut pro Kilometer Autobahn, sind uns einfach zu viel. Weiter nach Desenzano, dort ist ein Übernachtungsplatz beschrieben. Wir suchen, fahren hinunter, die Strecke wieder retour, im Stellplatzbuch die genaue Kilometerangabe, siehe da, der Stellplatz ist geschlossen. Dasselbe passiert uns in Sirmione und am Gardaland Parkplatz.
Jetzt haben wir die Nase voll und wir übernachten vor dem geschlossenen “Camping Du Park“. Am nächsten Morgen reinigen wir unsere Mobile vom Salz und weiter geht’s Richtung San Remo. Die Wiesen werden immer grüner und wir haben das Gefühl, auch Pflanzen und Blumen genießen den Sonnenschein. In San Bartolomeo al Mare gibt es einen kostenlosen Übernachtungsplatz mit Ver- und Entsorgung. Dieser hat nur den Nachteil, dass Wohnmobile über 7 m dort nicht stehen dürfen. Wir sind 7,20 m und deshalb übernachten wir vor diesem Platz. - Ohne Probleme.
In Ventimiglia passieren wir die italienisch französische Grenze, (wieder freuen wir uns, dass Grenzkontrollen der Vergangenheit angehören) und fahren auf der Route National nach Saintes Maries de la Mer. Der Stellplatz kostet 4,00 €, Ver- und Entsorgung ist vorhanden, jedoch im Jänner rinnt noch kein Wasser, im Yachthafen werden wir fündig. Leider ist heute kein Markttag, der Fischladen am Hafen hat um diese Jahreszeit nur sporadisch geöffnet und für den Spargel sind wir noch um 2 Monate zu früh. So sind wir mit Wein, Käse und Oliven auf Geschäfte, bzw. Bauern angewiesen. Auch unser Geschirrspülmittel aus Irland ist zur Neige gegangen.
Auf dem Weg nach Biarritz geraten wir in Schlechtwetter. Nach einem Kurzbesuch in Lourdes, welches wie ausgestorben ist, finden wir ein Übernachtungsplätzchen in der Region Pau. Immer wieder ziehen Schauer über uns hinweg, gerade geht der dritte Hagel zu Ende. Am nahen Sportplatz trainiert eine Jugendmannschaft bei Flutlicht in der tiefen Wiese. Inzwischen wissen wir von dem großen Skandinavientief, deshalb benützen wir schon zeitig am Morgen die Autobahn, um schnellstens die Pyrenäen zu überqueren und dann die mautfreie Autobahn über Madrid in den Süden zu nehmen. Es regnet noch heftiger und die Berge zeigen sich frisch verschneit. Ständig fahren wir bergwärts. Tief unten sucht sich ein tosender, brauner Fluß seinen Weg zum Meer. Zunehmend wird es dunkler und immer leuchten grellrote Warnsignale mit Schneeflocken Symbolen auf. Bei Salida 13 lädt eine große Reklametafel mit Liegestuhl und Sonnenschirm zum Verweilen ein.

Auf der Gegenspur kriechen schneeverwehte Lkw's talwärts - noch zwei Schneepflüge mit ihren rotierenden gelben Lichtern - dann ist es soweit - am Scheitelpunkt hat unsere Überholspur Match und Schneefahrbahn! Nun kriechen WIR langsam bergab, bloß rechts bleiben und nicht bremsen !!!
Wir sehen abgerutschte Lastautos im Straßengraben und ca. 100 km nach Madrid finden wir in einem kleinen Dorf einen ruhigen Platz für die Nacht. Der Himmel ist sternenklar. Nach einer windgebeutelten Nacht sehen wir am Morgen, daß wir nochmals Besuch vom Winter hatten. Gefrorener Schneeregen auf den Womos, spiegelglatt gefrorene Pfützen auf der Strasse. Gut, dass wir die Boilerheizung eingeschaltet ließen. - Wir geraten noch in einen Stau, die Polizei hält wegen Schneeglätte den Schwerverkehr an. Bei einem Tankstopp entsalzen wir unsere Autos noch einmal gründlich und erreichen abends Tarifa an der spanischen Südküste.

Die Funkgeräte werden aus- und die Antennen abgebaut . -- Auf geht’s nach Algeciras zur Fähre.
In Ceuta, der spanischen Enklave, auf der afrikanischen Seite, tanken wir noch zollfrei (1 Liter Diesel 47 Cent).
Die Grenze ist schon ganz nahe. Baulich scheint sich hier seit 1989 nichts verändert zu haben. Die Grenzbeamten sind jedoch zugänglicher und viel höflicher geworden. In ca. 2 Stunden sind alle Formulare ausgefüllt und alle Stempel gesammelt. Besonderes Augenmerk wird auf die Gültigkeit der grünen Versicherungskarte für Marokko gelegt. Wir stellen unsere Uhren um 1 Stunde zurück. In dem Küstenort Larache übernachten wir in einem Park mit mehreren Mobilen, fast nur Franzosen.

Tags darauf kleine Einkäufe am Straßenrand, das Kilo Orangen 4,00 Dh, Dattel 14,00 Dh. (1 €uro = 10 Dh). Marinierte, frittierte Sardinen gibt es auch, mit Fladenbrot für uns ein köstliches Mittagessen. Die Polizei ist bei Fragen äußerst hilfsbereit und salutiert oft, wenn wir vorbei fahren. Viele Franzosen haben ihren Funk nicht ausgebaut und wir sehen, dass sie ihn auch benützen, obwohl dies in Marokko verboten ist. Am 2. Feber sitzen wir nachmittags mit kurzen Hosen auf dem Campingplatz in Sale / Rabat beim Kaffee.
Am nächsten Tag steht Besichtigung am Programm, doch wir haben dabei eigentlich nur schlechte Erfahrungen gemacht: das Boot, welches uns über den Fluß bringt kostet statt 1,00 Dh nach Auskunft am Campingplatz, am anderen Ufer 1,50 Dh. In der Kasbah hat sich ein Marokkaner als Führer aufgedrängt und will nach dem kurzen Rundgang einen unverschämten Geldbetrag. Im Kaffee verlangt man Traumpreise für Tee und Gebäck. Selbst im Souk sind die Preise ganz schön hoch. Vermutlich wartet man hier auf blasse, frisch eingereiste Touristen.........


Wir fahren weiter an der Küste entlang, denn eigentlich wollen wir ja die Sonne genießen. In Casablanca machen wir einen kurzen Besichtigungsstop, denn die große Hassan Moschee, die größte der Welt nach Mekka, scheint uns einen Besuch wert. Leider können wir sie nur von außen betrachten.
Kurz vor Safi sorgen unsere Womo-Freunde für Abwechslung – ein Reifenplatzer.

Es hat den hinteren, rechten Reifen innen aufgeschlitzt. Man muss bei den Schlaglöchern sehr aufpassen, wenn möglich, ausweichen. Der Radwechsel war kein Problem, gleich kommt auch das Angebot eines Einheimischen, uns irgendwohin zu fahren, um einen neuen Reifen zu besorgen. Wir lehnen dankend ab, denn mit zwei fahrbereiten
Autos ist das ja nicht notwendig. Und hier einen passenden Reifen zu finden, soll sowieso nicht einfach werden. In welchem Zustand da gebrauchte Reifen zum Kauf angeboten werden - einfach abenteuerlich! Erst in Essaouira werden wir fündig, zwar teuer aber

brauchbar, einen Ähnlichen. - Ungeklärt bleibt, warum gerade Bernd, mit den, für sein Gewicht (beim Auto natürlich!) fast überdimensional starken Reifen (10 Ply) einen Platzer hatte. Resultat aus der Geschicht’: nach Marokko fährt man ohne zweiten Reservereifen nicht!
Hier in Essaouira treffen wir am Campingplatz zwei Burgenlandmobile. Mit ihnen unterhalten wir uns über unsere geplante Tafraoute - Fahrt. Ja schön, aber wir sollten diese Strecke unbedingt von Agadir aus in Uhrzeigerrichtung fahren. So fährt man immer rechts bergseitig. Bei Begegnungen mit Schwerverkehr auf der schmalen Bergstraße, mit Absätzen bis zu 30 cm vom Asphalt zum Bankett und 200 m tiefen Abgründen ohne Leitschiene links - ein wertvoller Tipp, den wir uns merken wollen. Aber bis dahin ist es ja noch ein Stück.
Als nächstes fahren wir durch eine Gegend, wo Lkw- weise Karotten geerntet und verladen werden. Wir vergewissern uns in Gedanken, ja, ja - doch , es ist wirklich erst Anfang Februar. - Kinder rennen von den Feldern zur Straße. Sie winken uns, deuten aber auch, dass sie etwas haben wollen. Manche Geste oder mancher Gesichtsausdruck

sieht im Rückspiegel gar nicht freundlich aus. Wir beobachten vorher aus Gewohnheit immer genau, ob sich eines um einen Stein bückt.
Dass wir nicht die einzigen Wohnmobile in Marokko sind, das wissen wir zwischenzeitlich, doch ca. 3o km vor Agadir trauen wir unseren Augen nicht!
Hunderte, die hier an der Küste frei stehen. Zugleich mit uns sind es sicher Tausende, die, wie wir, dem Winter in Europa entfliehen.

Bei einem Stop auf dem Campingplatz in Agadir, welcher mit überwinternden Senioren gerammelt voll ist, komme ich im Gespräch mit einem Schweizer wieder auf die geplante Tafraoute Fahrt zu sprechen. Ja, wunderschön, aber so, im Uhrzeigersinn können wir diese mit unseren Autos unmöglich fahren. Natürlich können wir tun was wir wollen, aber, er mache
sich sonst keine Eintragungen auf der Stassenkarte, hier sehen Sie selbst: die Richtungspfeile. Also unbedingt vom Süden aus - gegen den Uhrzeigersinn! Wir überlegen schon, ob wir die Tour nicht mit einem Taxi machen sollen. Ein Schweizer weiß

schließlich wovon er redet, wenn er vom Bergfahren spricht. Mit einem mulmigen Gefühl im Bauch und dem Vorsatz zum defensiven Fahren, gehen wir’s dann doch mit unseren eigenen Autos an. Auf die beschriebenen gefährlichen Stellen haben wir übrigens auf der ganzen Rundfahrt vergeblich gewartet. Von Agadir nach Tafraoute fahren wir durch eine herrliche
Berglandschaft mit vielen blühenden Kirsch- und Mandelbäumen, sowie Polstern von
verschiedenen Kakteen. Immer wieder thront hoch oben auf einer Bergspitze ein Agadir, eine Speicherburg.

Die Arganienbäume werden weniger. Aus deren Fruchtkernen wird ein wohlschmeckendes Salatöl gewonnen. In einer von Japan und Kanada geförderten Cooperative zur Förderung der Frauen und deren Einkommen wird die Herstellung erläutert. Die Geförderten sitzen in einer düsteren Hütte im Kreis am Boden. Jede hat

einen großen Stein vor sich, worauf dann in paarweiser Zusammenarbeit die Erste mit einem kleineren Stein das getrocknete Fruchtfleisch vom Kern schlägt und die Zweite den Kern knackt, um dessen Inhalt der Ölgewinnung, d.h. der Röstung und dem Pressen zuführt. - Gerne fressen auch die kleinen, heimischen Ziegen diese Früchte. Sie sind wahre Meister im Bäumeklettern, um diese Leckerbissen zu erreichen. Angeblich werden von den Hirten die Kerne auch zum Ölpressen gesammelt, nachdem diese die Ziegen durchquert haben.
Wieder zurück an der Küste, verabschieden wir uns von unseren Freunden und fahren über Tan-Tan in Richtung Westsahara. Einige Tage verbringen wir in dem Naturschutzgebiet Neila. In der Lagune ein bißchen fischen und Vögel beobachten: verschiedene Arten von Flamingos, Kormorane, Reiher und Störche sowie widehopf - und schnepfenartige. Man erzählt uns, dass es jetzt, gegen Ende Feber, bereits zu spät sei, die weiteren 700 km nach Dakhla zu fahren. Es sei bestimmt kein Mobil mehr dort unten, dafür aber Schwärme von Fliegen oder Sandstürme und abrutschende Sanddünen, welche die Sonne verdunkeln, bzw. die Straße verlegen. Beängstigend auch die wenig befahrenen letzten 500 km ab Laayoune. Völlig unverständlich für die Beratenden, dass wir trotzdem nach Süden aufbrechen.
Wir warten übrigens wieder vergeblich auf die prophezeiten Mißstände. Im Gegenteil! Wir verbringen in Dakhla herrliche 16 Tage. Teilweise mit Ausflügen an die Lagune, wo wir bei Ebbe tausende rote Krabben beobachten, wie sie Sandkugeln aus ihren Höhlen rollen, um diese auszubessern und wo wir einzigartige

Meeresschnecken sehen können. Oder zu den Corbinanglern an der Atlantikküste, die auf

halsbrecherischen Klippenständen den Großfischen von 20 bis 60 kg nachstellen. Aber auch den Strand am Campingplatz haben wir
an Wochentagen herrlich gefunden. Es ist schon ein Campingplatz der besonderen Art. Fast die ganze Zeit sind wir das einzige, richtige Reisemobil. Meist kehren
Allradfahrer auf dem Weg von oder zur Wüste hier ein. Täglich neue, verwegene Typen, Aussteiger oder Autoschieber mit dem Ziel Mali, Mauretanien oder sonst wohin. Viele Autos sind Primitivstbehausungen, die hier um 1 bis 2.000 Dh geschweißt und lackiert werden. Zwischendurch fahren wir auch einige Male in die Stadt, in die Wäscherei oder zur Markthalle. Wer hier frei steht, kann sich beim ONB einen Bon für einen

Kubikmeter Wasser zu 10,72 Dh kaufen (1 Euro sind 10 Dirham). Man holt sich davon je nach Bedarf. Der Wasserschlauch kommt durch ein Loch in der Mauer und obenauf sitzt ein Turbanträger (vielleicht kommt von diesen mit Tüchern umwickelten Köpfen unser Ausdruck “Fetzenkopf") der die abgeholte Menge auf dem Bon vermerkt. Ein paar französische Vokabeln, ein überlassener Kugelschreiber oder ein paar Zigaretten helfen manchmal auch außerhalb der Betriebszeiten.
Ganz besonders hilfreich ist das erwähnte bißchen Französisch beim Handeln um Güter des täglichen Bedarfs oder Mitbringsel, aber auch um Campingplatzpreise, für Auskünfte und natürlich bei den Checkpoints von Armee, Gendarmerie Royal und Polizei in der Westsahara. Man ist ja fast versucht, den Kopf zu schütteln, wenn da neben der Strasse ein Beamter mit Tisch und Schreibmaschine in der Wüste sitzt. Zwischendurch verweht der Wind wieder einige Formulare mit Woher, Wohin , seit wann und den Namen der Eltern. Hin und wieder wird man auch nach einem vorbereiteten FICHE D'ETAT CIVIL gefragt. Manchmal erfolgt eine Einladung zum Tee, der man mit einer Gegeneinladung zum Kaffee entgehen kann. Dann stehen die hoch aufgepackten Lkw's, die Landrover und die Transporter mit den Kamelen etwas länger. Die Kamele sind auf den

Ladeflächen ohnehin besser aufgehoben. So können sie nicht im letzten Moment über die Straße laufen und schwere Unfälle verursachen. Und am Zielort brauchen sie nicht so lange in einer Seitenstraße zu liegen, um zu warten, bis ein Platz im Kühlhaus frei wird.
Bei der Rückfahrt wissen wir, wo man übernachten und Wasser tanken kann und wo es auf der Strecke Diesel um 2,72 Dh gibt. In Tan -Tan
Plage übernachtet man für 10,00 Dh mit Nachtwächter. Hier werden wir Zeugen eines Naturschauspiels ganz besonderer Art. Am späten Nachmittag, bei tiefblauem, wolkenlosem Himmel, kondensiert die Feuchtigkeit über dem tosenden Meer, steigt auf und treibt in kleinen Wolken und Fetzen gegen das Land. So verschwindet abwechselnd der Leuchtturm, das Nachbarhaus und das Minarett.

Auch die Sonne wird zeitweise verdeckt, scheint aber zwischendurch andersfärbig und diffus. Fast gespenstisch, was der kalte Kanarenstrom bewirkt, wo er mit der warmen Luft des Kontinents zusammen trifft.
In Tan-Tan kaufen wir eine Backform. Sie schaut aus wie eine Gugelhupfform mit Deckel. Damit läßt sich Brot oder Kuchen auf kleiner Gasflamme backen. Über das Loch in der Mitte kommt die
Oberhitze hinein, ganz einfach, funktioniert aber bestens. Gutes Schwarzbrot geht uns manchmal ab. Wir brauchen einige Zeit, bis es uns bewußt wird: die Kasernen mit ihren burgtor- oder schlösschenartigen Eingangstoren sind aus dem Stadtbild verschwunden. Flieger-, Marineuniformen und Kampfanzüge auch. Die weißen Uno Allradfahrzeuge sieht man ebenfalls nicht mehr.
Noch ein kurzer Aufenthalt in der ehemals spanischen Enklave Sidi Ifni. Es besaß eine Kuriosität. In Ermangelung eines Hafens baute man eine Seilbahn ins Meer hinaus, um damit Schiffe entladen zu können. Das funktionierte bis zu Lkw-Stückgröße. Einen netten Souk und zwei Campingplätze gibt es auch hier. Einer davon liegt direkt am Meer. Bei Ebbe wird auf dem Strand Fußball gespielt. Ein Bub erregt mein Mitleid - er steht immer abseits und verfolgt das Spiel mit Interesse - warum sie ihn wohl nicht mitspielen lassen? Er ist ein Tormann......
Inzwischen sind wir in der Region Agadir und haben Verschiedenes für das tägliche Wohlbefinden nachgekauft. Natürlich wissen wir auch über die Entwicklung im Irak. Von Dakhla bis Tan-Tan hatten wir auf mehreren Sendern ein brilliantes Bild im Fernseher. Auch 3sat empfingen wir wesentlich besser als hier oben.

Vermutlich der Einfluß der Sendestationen auf den Kanaren. Wir kommen zu dem Entschluß, den allgemeinen Aufbruch nicht mitzumachen. Die einzige Gefahr schienen uns fanatische Moslems, und auf solche könnten wir auch in Frankreich oder Bayern stoßen. Spanien, als ein am Krieg aktiv teilnehmendes Land durchqueren zu müssen, erscheint uns unangenehmer.
Wir wollen den hohen Atlas via Tizi-n-Test nach Marrakesch überqueren. Die ADAC- Geschäftsstelle in Agadir bestätigt uns , dass es eine schöne, ihnen bekannte und auch für Wohnmobile befahrbare Strecke sei, über den aktuellen Straßenzustand bekommen wir jedoch keine Information. Die Überquerung mit unserem fast Fünftonner verläuft problemlos und wir erreichen über eine imposante Bergwelt mit einer Übernachtung auf dem 2.100m hohen Pass, Marrakesch. Weiter zum Ouzoud Wasserfall, nach Meknes und am 8. April fahren wir wieder zurück nach Europa.
Abschließend bleibt eigentlich nur noch zu sagen, uns hat es sehr gut gefallen, die Bevölkerung ist großteils freundlich und es gibt eigentlich keine Alternative zu Marokko für eine Winterreise mit dem Wohnmobil. Wer mehr wissen will, muss sich dieses Land selbst erreisen, wir tun es sicher wieder einmal.


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Es w a r ein schöner Winter!! |
Völlig unverständlich???????
Bei der Rückfahrt nach Spanien haben wir unsere Uhren um zwei Stunden auf europäische Sommerzeit vorgestellt. Wir sitzen jetzt am Meer nahe Algeciras. Es ist einundzwanzig Uhr und die Sonne ist gerade untergegangen. Auch jenseits der Straße von Gibraltar sind die Berge noch rötlich angestrahlt. Völlig unverständlich, dass es dort drüben immer um neunzehn Uhr finster wurde. Also immerhin schon vor zwei Stunden !
PS: Zur Information:
Empfehlenswert die mautfreie Autobahn durch Spanien über Madrid – allerdings ist der Straßenbelag nicht immer der Beste.
Unsere Reiseliteratur ist: Reise Know-How. MAROKKO Vom Rif zum Anti-Atlas von Erika Därr. Ein Superbuch – wurde uns von camper-55plus empfohlen – danke.
Die günstigste Fähre soll sein: sta shipping & transport,
Salida 112 Poligono Palmones, bei Supermarkt CARREFOUR –Preis 2003: Wohnmobil bis 6 m incl. 2 Personen Algeciras nach Tanger hin und retour 186,00 €
E-mail:ticket.gutierrez@telefonica.net / Tel: 956 675 653 – Fax: 956 606 220
Die grüne Versicherungskarte für Marokko kann man in Österreich kaufen, die ist für Womos über 3,5t sehr teuer - man kann diese Haftpflichtversicherung auch an der Grenze abschließen. Tel : 00212 39 97 66 58
1 Monat kostet 815,00 Dh – 3 Monate 1.750,00 Dh
Übrigens ist die grüne Versicherungskarte in Deutschland und Frankreich für Wohnmobilisten gratis!!!!!!
Bei der Einreise sind Formulare für Personen und Auto auszufüllen. Ganz wichtig: den weißen Durchschlag der Declaration D’importation Temporaire de Moyens de Transport für das Auto aufbewahren. Dieser ist für die Ausreise notwendig.
Die Straßen sind großteils gut bis sehr gut. Der junge König lässt sehr viele neue Verbindungen bauen, deshalb stimmen oft die Straßenkarten nicht mehr.
Bei den Königsstädten gibt es Supermärkte, in denen man fast alles zu kaufen bekommt, auch Wein und Bier.
Trinkwasser in Flaschen gibt es überall. Für unseren Wassertank nehmen wir das normale Brunnenwasser, geben immer Micropur dazu und haben nie gesundheitliche Probleme.
Eine gute Sonnenbrille ist empfehlenswert.
Geld tanken kann man bei den internationalen Bankomaten – es gibt genügend.
Gasflaschen zu füllen ist kein Problem, in größeren Städten bekommt man 11 kg Propan um 8,00 € , in kleineren Orten, Butan .
Es ist sehr viel Polizei präsent, die Einfahrt und Ausfahrt bei den Städten wird von ihr kontrolliert.
Weibliche Touristen sollten vielleicht öfter daran denken, dass sie Gast in einem moslemischen Land sind. Allzu spärliche Kleidung könnte von den Musel- MANNEN falsch verstanden werden!