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Skandinavien im Juni 2005 von Edith und Peter Svoboda
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Am 29.05.2005 war es soweit. Nach langer Planung und guten Ratschlägen ging es auf die Reise Richtung Norden. Ab Linz, eine Nacht bei Freunden in Leipzig und dann ging es nach Rostock auf die Fähre. Im Hafen gibt es einen großen Parkplatz mit WC und Dusche. Den nächsten Tag 06:30h Anstellen zum Einchecken, um 08:00h Abfahrt mit TT-Line.
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Nachmittags fuhren wir bereits die ersten Kilometer in Schweden, große Enttäuschung. Die Häuser hatten ungefähr die Größe einer Doppelgarage, die Gärten aber voller Blumen. Die erste Nacht verbrachten wir auf einem Campingplatz, da das Fischen dort erlaubt war, aber außer Spesen nichts gewesen. Am nächsten Tag ging es Richtung Stockholm. Übernachtet wurde immer abseits der Hauptstrasse. Wo ein Wegweiser „Badestrand“ war, da gab es schon die schönsten Stellplätze, meistens mit WC. Entsorgt wurde auf den Rastplätzen mit WC und gleich Wasser aufgefüllt. Es ist alles bestens für die Camper vorbereitet. In Stockholm verbrachten wir die Nächte am Campingplatz „BRÄDANG“, 5 Minuten von der U-Bahn entfernt, zentral gelegen für Stadtbesichtigung und Museumsbesuche.
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Uppsala, Umea, Lulea, Happaranda ging die Fahrt sehr schnell, denn der Regen war unser Begleiter. Einige Kilometer fuhren wir stromaufwärts den Grenzfluss Tornionjoki zwischen Schweden und Finnland entlang, um die Stromschnellen zu besichtigen.
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Bei Övertomea überschritten wir die Grenze nach Finnland und fuhren auf der Bundesstraße 930 nach Rovaniemi. Ab hier hatten wir immer Schnee am Straßenrand, einige Seen waren noch zugefroren und die Birkenknospen waren noch zu. Das Weihnachtsmann-Dorf war wegen Renovierung geschlossen, hier wurde auch von uns der Polarkreis überquert. Von hier ging es nach Kaukonen, Kittilä und dann durch echte Wildnis entlang dem Lemmonjoki – Nationalpark. Durch die vielen Regenfälle und eine unbefestigte Straße sah unser Auto so aus.
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In Inari wurde ein Campingplatz besucht, um uns etwas zu pflegen (Autowaschen, Körperwäsche). Auch in Finnland konnten wir überall frei stehen, WC entleeren und bei den Tankstellen gab es Wasser. Wo ein Mobil steht, sind es bis abends bestimmt 6-7, man ist nie allein auf einem Rastplatz. Bei Karigasniem ging es nach 2 Tagen über die Grenze nach Norwegen weiter Richtung Nordkap. Grenzkontrollen gab es auf der ganzen Reise keine, Reisepass wurde nie benötigt. Von Karasjok bis zum Nordkap waren es noch 394 KM, eine Tagesreise. Beim Fahren war Vorsicht geboten. Wildwechsel.
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Nachmittags erreichten wir unser Endziel bei strahlendem Sonnenschein. Für Erstbesucher ein unvergesslicher Anblick bzw. Ausblick, um 12:00 Uhr nachts schien die Sonne fast wie bei Tage. Mit einem Gläschen Sekt und einem herrlichen Essen ließen wir den Tag und die halbe Nacht ausklingen.
Nächsten Tag bei Regen verabschiedeten wir uns vom hohen Norden und weiter ging es bis Hammerfest. Um die Stadt zu erreichen, mussten wir über die nördlichste Hängebrücke der Welt mit 575 m Spannweite fahren. Unter der Brücke auf der Hammerfestseite sind ein herrlicher Parkplatz für 3 - 4 WMs und ein Steg zum Fischen. Hier wurde unser Kühlfach mit frischen Fischfilets aufgefüllt.
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Eisbärenhalle, Meridiansäule und evangelische Kirche, schaut aus wie ein riesiges Zelt, sind die Sehenswürdigkeiten. Ein Stopp wurde in Alta gemacht und übernachtet wurde am Parkplatz von einem großen Konsummarkt. Innerhalb einer Stunde standen 4 Mobile neben uns. Auf der E6 ging es weiter Richtung Süden, kurzer Besuch in Tromsö und kurz vor Narvik ging es auf der E10 nach den Lofoten. In Sortland auf der Insel Vesterälen wurde wieder 2 Tage Rast gemacht, aber auf einem Campingplatz.
Um zur nächsten Insel zu gelangen benützten wir die Fähre Melbu – Fiskebo und nach ca. 60 Km fuhren wir in das Dorf Henningsvär ein, dem VENEDIG der Lofoten. Sehr schöne alte Häuser, ein uriges Fischerdorf, nur das Hotel hatte astronomische Preise. Fisch für 2 Personen ab 80 €, uns verging der Hunger und schnell ging es weiter bis zum Ende der Lofoten, der Stadt A (Ä). Hier endete die E10 auf einem Parkplatz, der auch zum Übernachten geeignet ist. (Kein Wasser, keine Entsorgung möglich).
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Auf der Rückreise wurde noch das Wikingermuseum in Borge besucht und eine Schiffsreise von Svolvär zu den Trollfjorden gemacht. Die letzte Nacht auf den Lofoten verbrachten wir außerhalb der Stadt neben dem Meer in einer kleinen Bucht, bevor wir die Fähre am nächsten Tag von Svolvär nach Skutvik zum Festland benützten.
Unser nächster Übernachtungsplatz war neben der Brücke in Bodö, die über den Saltstraumen führt. Alle 6 Stunden werden hier 400 Millionen Kubikmeter Wasser durch einen 3 Km langen und 150 m breiten Kanal (Sund) gedrückt. In 20 Minuten hatte ich 15 Seelachse an meiner Angel, da hatten einige Zuschauer wieder ein Abendessen, da ich bei Strafe keinen Fisch mehr zum Wohnmobil bringen durfte (von meiner Frau).
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zu viele Fische
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Hier beginnt auch die Küstenstrasse 17, welche 650 Km lang ist und man dabei 6x eine Fähre benützen muss, um das Ende in Steinkjer zu erreichen. Durch 24 Tunnels geht die Fahrt, der Längste ist 3.232 m. Für diese Fahrt muss man viel Zeit und Geduld haben. Übernachten kann man in jedem Hafen, es gibt überall WC-Anlagen und Frischwasser in jeder Menge. In Bronnoys und im Hafen beobachteten wir dieses Schiff der Hurtigruten bei der Einfahrt und hatten gleich einen guten Platz zum Übernachten.
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Für uns war das der schönste Teil von Norwegen.
Da das Wetter nicht mitspielte und durch die viele Feuchtigkeit auch noch Millionen von Mücken umherschwirrten, beschlossen wir, den Urlaub abzubrechen und heimwärts zu fahren. Auf der E6 ging es Richtung Oslo, übernachtet wurde auf Rastplätzen. Halt wurde nur mehr in Ringebu gemacht, um eine Stabkirche zu besichtigen. In Hamar wurde im Yachthafen übernachtet, wir konnten WC und die Waschanlagen unentgeltlich benützen.
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Vor Oslo besichtigten wir noch die Festung Kongsvinger, sie war während des 2. Weltkrieges Basislager für die deutsche Wehrmacht. In der Festung ist ein Waffenmuseum von der Wikingerzeit bis 1945, sehenswert. Dann ging es weiter mit kurzen Stopps bis Landskrona in Schweden. Wir blieben hier 3 Tage und das Wetter war wunderbar. Geparkt wurde im Hafen neben einer Minigolfanlage, WC und Wasser vorhanden. Für einen kleinen Beitrag bekamen wir von der Anlage auch noch den Strom. Am ersten Tag fuhr ich mit einem Kutter mit 40 Fischern aufs Meer, war nicht ganz nach meinem Geschmack. 2. und 3. Tag war Karneval in der Stadt, eine riesige Schlacht der Schweden mit dem Alkohol. Am 3. Tag abends hatte ich ein Motorboot gechartert zum Fischen, genau 1 Stunde war ich auf See, dann mussten wir zurück in den Hafen, da ein Unwetter aufzog.
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Parkplatz im Hafen
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Dieses Ereignis (Karneval in der Stadt) veranlasste uns, am nächsten Tag nach Deutschland zu fahren. Über die Beltbrücken, durch Dänemark, Flensburg, Hamburg ging es nach Babenhausen in Hessen (Nähe Frankfurt). Hier blieben wir bei Freunden, um noch einige schöne Tage zu genießen.
Es war unser erster, aber nicht letzter Urlaub in Skandinavien. Für Wohnmobilisten ist dieser Teil von Europa noch die große Freiheit, hier fühlt man sich sicher und es wird den Mobilisten auch noch etwas geboten.
Svobi
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