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Mit dem Wohnmobil in die Slowakei und
Tschechische Republik

Das Tagebuch einer Städte-Tour im Herbst 2006
von Ingrid und Hans Lautenbacher

Vorwort

Was in die Slowakei wollt ihr? Ja, warum denn? Dies war der Tenor unserer Freunde.
Nun, diese Frage war sehr einfach zu beantworten. Wir waren noch nicht dort. Und der Sinn des Reisens ist doch Neues, Unbekanntes kennenzulernen.

Die Tschechische Republik hatten wir schon bereist, aber auch hier gab und gibt es noch viele weiße Flecken für uns.

Wir begannen unsere Planung mit den Unterlagen vom ADAC, schauten uns den Verlauf geführter Wohnmobil–Touren an, liehen uns in der Gemeindebücherei jede Menge Literatur aus. – Jetzt packte uns schon das Reisefieber. Nein, nicht tausende Kilometer sollten unter die Räder, nur unsere Nachbarn im Osten, wenige Kilometer entfernt, wollten wir besuchen.

Aber schon vorab: Die Slowakei, bedingt auch Tschechien, ist für Reisemobilisten das Paradies. Überall ist das Freie Stehen erlaubt, bei jedem innerstädtischen Parkplatz fragt der Wächter: Bleiben sie über Nacht hier stehen, dann gebe ich ihnen einen besonders ruhigen Parkplatz. Dieses Angebot nahmen wir allerdings nie an. Wenn wir auch Campingplätze nicht mögen, waren sie in diesem Fall die bessere Alternative. Nach der Stadtbesichtigung wollten wir in Ruhe den Liegestuhl benutzen, einfach relaxen mit allem, was dazugehört.Aus diesem Grund fuhren wir, nach der Besichtigung, meist am frühen Nachmittag einen Campingplatz an, ließen es uns gut gehen, bummelten abends durch die Altstadtgassen und gingen zum Essen.

Bei großen Städten verfahren wir zu Hause genauso. Campingplatz und dann Besichtigung mit öffentlichen Verkehrsmitteln, mit U- oder Straßenbahn geht's einfach stressfreier.

Auch die Art des Urlaubs war für uns nicht gewohnt. Bedingt durch das kleine Land, die Unzahl von Sehenswertem nahmen wir dieses Mal die Natur nur vom Mobil aus wahr. Keine Wandertage, wenig schwimmen, aber viel, viel anschauen.

Was noch zu erwähnen ist: noch niemals waren wir in so einem sauberen Land. Keine Bonbontüten, Getränkedosen, keine Zigarettenschachteln im Umkreis der von sehr vielen Menschen besuchten Attraktionen.
Das Gleiche auf den Campingplätzen. Wir erwarteten Zustände wie von Südosteuropa gewohnt. Aber nein, alles funktionierte, manches vielleicht nicht mehr ganz taufrisch, aber neu gestrichen.

Auch die Freundlichkeit der Menschen wollen wir erwähnen, die Hilfsbereitschaft – auch wenn es nur um kleine Aufmerksamkeiten ging – man hatte immer den Eindruck, ein willkommener Gast zu sein.

Eigenartigerweise trafen wir in diesen Wochen nur zwei Mobile mit deutscher Zulassung, einige holländische Fahrzeuge, jeweils einen Camper aus Spanien, Finnland, Portugal und England – dies war's. Bei den Zweirädern war Westeuropa stärker vertreten.

Es geht los:

Freitag, 1.September

Start und Fahrt, fast ausschließlich Autobahn, nach Deutsch – Jahrndorf in Österreich (Burgenland). Unsere Freunde Andrea, Rolf und Jürgen erwarteten uns schon.

551 Kilometer

Am Samstag gab es viel zu erzählen, und dann ging es ans Reiben von Kartoffeln und Zwiebeln. Es gab Reiberdatschi (Kartoffel-Pfannkuchen) zum Abendbrot. Frisch und knackig braun, auf mehreren Campingkochern zubereitet. Köstlich. Da so etwas Gutes Durst macht, halfen wir auch diesem Problem ab und es wurde recht spät.
Nun am Sonntag konnten wir ausschlafen und uns erholen, was wir dann auch taten.

Reibekuchen backen in DJ 01

Montag fuhren wir mit Andrea's und Rolf's Auto die wenigen Kilometer zur Bahnstation, von dort nach Bratislava, unser erster Besuch in der Slowakei. Die Fahrt dauerte ca. 10 Minuten. Angekommen, stiegen wir auf den Bus um. Die Stadtrundfahrt begann. Anschliessend “machten” wir den Rest zu Fuß.
Die Hauptstadt der Slowakei wird wohl oft mit Wien und Prag verglichen und hier kann sie nicht ganz mithalten. Aber eine Stadt macht kein ganzes Land – auch wenn es die Hauptstadt ist.

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Franziskaner Kloster mit Burg

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Primatial-Palais

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Das Zentrum

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Michaela-Tor

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Altes Rathaus

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Seiltänzer

Dienstag, 5. September

Bei herrlichem Wetter fuhren wir um 9 Uhr ab, nach kurzer Zeit auf die Autobahn und gegen 12 waren wir in Trencin, der „Perle des Waagtals“.
Hier auf dem Campingplatz (Na Ostrove, beschildert), auf einer Insel inmitten der Waag, blieben wir. Die fußläufige Entfernung zum Zentrum dieser schönen Stadt ließ uns gerne bummeln, die Straßencafés luden zum Verweilen ein.
Was uns überraschte, die unwahrscheinlich gut angezogenen Menschen. Wir lasen schon vorher, dass
Trencin als Stadt der Mode bekannt sei, bezogen dies aber auf die Produktion der Artikel.
Mittwochmorgen spazierten wir auf die, die Stadt überragende Burganlage, deren Ursprung auf das 11. Jahrhundert zurückgeht.

154 Kilometer

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Die Burg

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Aufstieg zur Burg

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Blick von oben

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Der Marktplatz

Donnerstag, 7. September

Wir fuhren über Bojnice, wo wir uns das Schloss von außen anschauten, weiter nach Kremnica. Die dortigen Goldadern begründeten ab dem 14. Jh. den Ruf dieser Bergbau- und Münzstadt. Die Prägeanstalt, 1328 eröffnet, ist bis heute in Betrieb. Sehenswert der Stadtplatz mit Pestsäule und Mariensäule. Für viele wird auch das bekannte Münzmuseum interessant sein – wir passten. Weiter ging es nach Osten. Verspätete Mittagspause an einem kleinen Stausee, es war so schön, wir blieben, morgen ist auch noch ein Tag.

120 Kilometer

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Schloss Bojnice

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Kremnica Pestsäule

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Katharinenkirche

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Unser Übernachtungsplatz

Freitag, 8. September

Immer gibt es mal Tage, da geht alles schief. Nun, heute war es so. Wir fuhren nach Zvolen, Burgbesichtigung von unten, war ja recht beeindruckend, aber unser Ziel war Banska Bystrica, diese Stadt, die nach der Sanierung, zu den schönsten Städten des Landes gehören soll, wollten wir uns doch genauer anschauen – also Campingplatz. Den angegebenen Stadtplatz fanden wir nicht gleich, also zu dem einige Kilometer entfernten. Wir hofften dort auf eine Verkehrsanbindung in die City – negativ. Nun auch nicht schlimm, zurück ins Zentrum, nach einer halben Stunde immer noch keine Parkmöglichkeit. Wir fuhren wegen Infos zur Polizei – der Stadt-Campingplatz musste einem Bauvorhaben weichen. Immer noch keine Parkmöglichkeit. Jetzt muss Banska Bystrica auf unseren Besuch etwas warten. Mit schwerem Fuß ging's nach Osten. Heute wollten wir dann wenigstens die weltbekannten Eishöhlen Dobsinska l'adova Jaskyna besuchen, wir kamen zu spät. Hier im Naturpark „Slowakisches Paradies“ wollten wir nicht unbedingt frei im Wald stehen. Ich bat in einem Lokal um Infos und schon wurde uns der Weg zu einem offiziellen Stellplatz, wenige Kilometer weiter erklärt. Es geht wieder aufwärts, der Platz war sehr schön.

227 Kilometer

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Zvolen die Burg

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Dedinky Stausee

Samstag, 9. September

Gleich morgens ging es zurück zu den Eishöhlen, welche wir besuchten. Sehr interessant, wurde auch als Weltnaturerbe von der Unesco eingestuft und die gefrorenen Formationen, die über 20 m hohen Hallen im Eis waren beeindruckend, trotzdem uns fehlte für dieses Naturwunder das letzte Verständnis.

Jetzt fuhren wir weiter nach Jasov, mit besuchenswerten Tropfsteinhöhlen und prachtvoller barocker Klosterkirche. Leider durften wir die Kirche nicht besuchen. Also weiter auf den kleinen empfehlenswerten Campingplatz am Dorfrand. Der Besitzer, er spricht hervorragend deutsch, empfahl uns, – wir waren die einzigen Gäste – seine Spezialität das „Caravan-Steak“ mit Sommergemüse garniert zu versuchen. Uns hat es sehr gut geschmeckt.

107 Kilometer

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Doblinska Eishöhlen

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Prämonstratenser Kloster

Sonntag, 10. September

Tanken und weiter nach Kosice, der zweitgrößten Stadt der Slowakei – und für uns die allerschönste. Wir fuhren direkt auf den etwas außerhalb liegenden Campingplatz (Autocamp Salas Barca) und gleich mit der Tram weiter in die City. Diese Universitätsstadt ist auch das Zentrum der Ukrainer, Sinti und Roma. Flanier- und Einkaufsmeile als Fußgängerzone, von Prachtbauten umsäumter Boulevard, der St. Elisabethdom welcher mit 60 m Länge und fast 40 m Breite der größte Sakralbau des Landes ist. Vor dem Theater der „Singende Brunnen“, Treffpunkt der Jugend. Diese Stadt hat Flair.

40 Kilometer

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Das Zentrum

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Wechselbilder

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Der Elisabethdom

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Der Dom

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Hinweistafel beim Eingang

Montag, 11. September

Das herrliche Wetter bleibt uns treu. Nur einmal hatten wir bisher Nieselregen – da besuchten wir die Eishöhlen. Vorbei an Presov welches wir nicht besuchten, durchfuhren wir die Region Spiss mit der Spissky Hrad, eine der größten Burganlagen Europas. Tagesziel war Levoca mit der gotischen St. Jakobskirche, dem renovierten Rathaus im Renaissance-Stil und dem schönen Marktplatz. Das Museum war leider geschlossen – Montag (!). Übernachtet haben wir auf dem wenige Kilometer außerhalb liegenden Campingplatz (Levoscska Dolina, beschildert)

113 Kilometer

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Spissky Hrad

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Levoca St. Jakob

Dienstag, 12. September

Bei starkem Nebel fuhren wir zurück zur Burg Spissky Hrad. Die unteren Parkplätze lagen in dichtem Nebel, kein Mensch zu sehen, die Kassenhäuschen verwaist, so richtig trostlos. Wir verzichteten auf den Aufstieg und fuhren einige Kilometer weiter, um uns die St. Martins-Kathedrale anzuschauen, Kloster und Bischofssitz der Region. Immer weiter nach Westen und wir waren in Kazmarok. Diese Stadt ist ein idealer Ausgangspunkt für Wanderungen in der Hohen Tatra. Wir aber besuchten die beiden nebeneinander stehenden Gotteshäuser. Die 1717 gebaute hölzerne Artikularkirche, mit schlichtem Äußeren und reicher Innenausstattung. Daneben die evangelische neue Kirche von 1898 mit ihrem kräftigen rot-grünen Anstrich. Weiter Richtung Polen, wir suchten einen Stellplatz. Die Hohe Tatra ist touristisch voll erschlossen und ein idyllischer Platz nicht einfach zu finden. Jetzt gen Süden, quer durch das Gebirge, durch den bekannten Wintersportort Tatranska Lomnica. Bald fanden wir unser Tagesziel, direkt am Flussufer verbrachten wir den Tag, Naturschutzgebiet, deshalb übernachteten wir 30m weiter auf dem Parkplatz inmitten der Natur. Unterwegs boten Einheimische Pilze an, am Spätnachmittag suchten auch wir, nun, zum Garnieren reichten sie, mehr fanden wir nicht.

85 Kilometer

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St. Martins Kathedrale

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Das Rathaus

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Freistehender Glockenturm

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Mittwoch, 13. September

Gleich in der Früh fuhren wir weiter. Der Liptovska-Stausee war das angepeilte Tagesziel. (der Ursprung der Liptauer Käsezuberreitung kommt von hier) ...schmeckt besser als zu Hause, Einbildung? Wir fuhren direkt den am Ufer liegenden Campingplatz an, um 11 Uhr hatten wir unser erstes Bad hinter uns, es war immer noch sehr warm. Wir bleiben auch den nächsten Tag noch hier.

92 Kilometer

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Freitag, 15. September

Heute wollten wir zum Orava-Stausee, sein nördliches Ufer liegt bereits in Polen. Einen schönen Stellplatz fanden wir nicht, deshalb wieder dem Orava-Fluß nach bis Dolny Kubin, hier besuchten wir den 2 km außerhalb liegenden Campingplatz Tilia Kemp Gäcel, (www.tiliakemp.sk) gut beschildert– direkt am Ufer.

161 Kilometer

Samstag, 16. September

In den Planungsunterlagen vom ADAC wurde das kleine Dorf Vlkolinec wegen seiner einzigartigen Architektur empfohlen. Wir waren sehr früh dort, das Dorf ist von der Unesco als Weltkulturerbe eingestuft. Wir sollten das Mobil auf dem gähnend leeren Busparkplatz lassen, aus dem Bauch heraus war uns die Sache nicht geheuer. Nun, die Slowakei besuchen wir sicher noch öfters. Let's go west. Wir überfuhren die Grenze zur Tschechischen Republik. Gegen 14 Uhr waren wir im Jesenik Gebirge, in Vrbno unterhalb des 1491 m hohen Pradet, den wir vor einigen Jahren schon mal erwandert hatten.

Auch den Campingplatz des Automobilclubs , ca. 2 km außerhalb der kleinen Industriestadt im Flusstal gelegen, hatten wir bei früheren Urlauben schon besucht. Abends ging es dann in das Hotelrestaurant in der Nähe des Platzes – vorbehaltlos zu empfehlen. Wir bleiben auch am Sonntag, suchen und finden viele Pilze und lassen es uns gut gehen.

260 Kilometer

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Vrbno, der Campingplatz des Automobilclubs

Montag, 17. September

Früh sind wir schon unterwegs, fahren die 10 Kilometer in das sehr alte Kurbad Karlova Studanka, machen eine Rundfahrt durchs Gebirge, gehen in einen Penny-Markt einkaufen, um gegen 10 Uhr das Tagesziel Velke Losiny zu erreichen. Da wir eine persönliche Beziehung zu diesem Kurort (früher Bad Großullersdorf) haben, bleiben wir auch den Dienstag hier. Schließlich gibt es, außer dem gesunden Wasser, dem Thermalbad, dem Schloss und der weltbekannten Papierfabrik noch viel zu sehen. Weiterhin scheint die Sonne, na ja, wenn Engel reisen. (Autocamp Mlyr, gut beschildert)

79 Kilometer

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Velke Losiny das Schloss

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Die Kirche

Mittwoch, 18. September

Heute stand wieder ein Unesco Weltkulturerbe an: Kutna Hora. Diese kleine Stadt mit knapp 25 000 Einwohner war dank ihres Silbervorkommens bereits im 14. Jh. ein bedeutender Ort. Die St. Barbara-Kathedrale ist berühmt wegen ihres böhmischen Spätbarocks. Mit dem Bau wurde 1388 begonnen, er verlief in mehreren Etappen, und wurde 1905 fertiggestellt. Zur Zeit ist sie teilweise eingerüstet. Aber auch das Sitzen im Straßencafé auf dem Marktplatz, das Beobachten der vorbeischlendernden Menschen machte Spaß. Übernachtet haben wir auf dem Stadtcamping (Santa Barbara, santabarbara.web.worldonline.cz)

189 Kilometer

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St. Barbara Kathedrale

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Spaziergang durch das Zentrum

Donnerstag, 19. September

Letzten Herbst besuchten wir nach längerer Zeit wieder mal Prag. Diese Weltstadt ist immer wieder einen Besuch wert. Auch dieses Mal wählten wir als festen Punkt Drusus Camp im Westen der Stadt. Auf diesem Platz fühlen wir uns wohl, hinter einem Reiterhof, sehr ländlich gelegen und doch nur 2 km zur U-Bahn, zu Fuß auf einem Wiesenweg oder mit dem Bus. Die ersten Wolken ziehen auf, aber es bleibt trocken.

Zweimal, waren wir im Zentrum, nun, dies reichte für dieses Jahr.

91 Kilometer

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Wir bummeln durch Prag

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Das jüdische Viertel

Samstag, 21. September

Nach V+E auf dem Campingplatz fuhren wir nach Beroun. Hier kannten wir einen Übernachtungsplatz direkt am Ufer des Berounka-Flusses. Trotzdem waren wir in kurzer Zeit in der Stadtmitte. Diese kleinen Städte gefallen uns eben sehr, es gibt nichts Bedeutendes zu sehen, hier muss man nicht unbedingt gewesen sein – aber schön ist es doch.

Aus diesem Grund bleiben wir auch noch den Sonntag. Auch als Ausgangspunkt für Prag-Besuche zu empfehlen. Mit dem Schnellbus dauert es 25 Min. zur Prager U-Bahnstation.

26 Kilometer

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Unser “Schlafplatz” bei Beroun

Rund um den Marktplatz des Städtchens

Montag, 23. September

Zum Abschluss wollten wir uns noch einige Tage Budweis gönnen, aber uns vorher die Burg Karlstein anschauen. Sehr früh am Morgen fuhren wir ab – und standen im Nebel. Der Burgbesuch wurde gestrichen. Klar, bei Budweis gilt der erste Gedanke dem Bier – hat es auch verdient. Aber dass wir früher an dieser Stadt vorbeigefahren sind, den Marktplatz, das Rathaus, das Bummeln durch die Laubengänge verpasst hatten, konnten wir heuer kaum noch verstehen. Lediglich die 360 Stufen, die auf den „Schwarzen Turm“, dem Wahrzeichen der Stadt führen, haben wir uns geschenkt. Immer noch hatten wir herrliches Wetter.

146 Kilometer

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Spaziergang rund um den Marktplatz

Mittwoch, 25. September

Der Nebel löste sich nicht mehr auf. Um 8 Uhr ging es Richtung Heimat. Vorbei an der sehr schönen Stadt Krumlov, die wir dieses Mal nicht besuchten, zu oft waren wir schon hier. Außerdem war es immer noch sehr trüb. Am Ufer des Lipno-Stausees wollten wir den letzten Tag in der Tschechischen Republik verbringen, erstmals spielte das Wetter nicht mit und wir fuhren bis zum offiziellen Stellplatz in Freyung, Bayrischer Wald.

118 Kilometer

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Stellplatz in Freyung

Donnerstag, 26. September

Die Reise geht zu Ende, wir verlassen in München West die Autobahn. Wieder hatten wir einige schöne Urlaubstage verbracht, Neues entdeckt, Altes wiedergesehen. Gefallen hat es uns.

220 Kilometer

Gesamtkilometer 2.779

Nachwort

Diese Reise bestätigte wieder die Ansicht, dass es nicht nur in fernen, exotischen Ländern etwas zu entdecken gibt. Nein, auch vor unserer Haustüre gibt es sehr, sehr viel zu sehen.

Ich denke, wir werden solche Naherholungsurlaube künftig häufiger machen.

Zu den Übernachtungsplätzen: Meist fuhren wir die erste Tankstelle im Ort an und fragten nach dem Autocamp oder auch nach einem Campingplatz, immer wurden wir meist mit Skizze versehen richtig geschickt. Keine Probleme. Trotzdem wir diese Plätze nicht mögen, war es bei dieser Städtetour eine, wenn auch ungeliebte, Alternative.
Einige, wenige Male übernachteten wir in freier Natur. Diese Plätze entdeckten wir ohne Schwierigkeiten von der Straße aus.

Von den offiziellen Tourismusbüros gibt es von beiden Ländern sehr gute Karten mit aufgelisteten Campingplätzen, selbst hatten wir nur eine von der Tschechischen Republik, da wir ursprünglich vorhatten, Campingplätze ganz zu meiden.

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