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Rumänienrundfahrt 2006
von Edith und Peter Svoboda

Am 23.09.06 war es wieder soweit, die geplante Reise nach Rumänien zu starten.
Unsere erste Übernachtung am Stellplatz in Deutsch Jahrndorf bei Andrea und Rolf war wie immer sehr redselig und flüssig. Sie wurde nur überschattet von der ersten Panne, die elektrische Versorgung funktionierte nicht richtig. Sonntag wurde mit Rolfs Hilfe und seinem Strom gemessen und geprüft, ohne Ergebnis. Wir blieben noch eine zweite Nacht und Montag ging es zurück nach Wien/Schwechat zum Service Center für Wohnmobile und wieder wurde nichts gefunden.
Mit 2 Tagen Verspätung wurde gestartet. Da die ganze Strecke nur Autobahn war, fuhren wir 584 km bis nach Hajduszoboszloi zum Thermencampingplatz.
Nach einem Bad und einem kleinen Spaziergang trafen wir zwei bekannte Familien vom Camperstammtisch “Welser Heide” in Marchtrenk.

Am 26.09. ging es von Hajduszoboszloi über Debrecen zur rumänischen Grenze bei Nyrabrany, ein kleiner Grenzübergang, alle Zöllner waren sehr freundlich, keine Kontrolle und keine Wartezeit.
Bei der ersten Tankstelle wurde gleich die Vignette für alle Strassen gekauft (1 Monat für 5,- €), Geld getauscht, getankt (1Liter Diesel 0,95 €) und los ging es.
Der Weg bis Satu Mare (E671) nur Baustellen, Schlaglöcher und viel Verkehr. Die Pferdefuhrwerke lieferten sich immer Wettrennen. Beim Fahren musste man die Augen überall haben.

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Die Überraschung war sehr groß, die Nebenstrasse von Livada nach Sapanta war in einem sehr guten Zustand. Sapanta, die Stadt mit dem lustigen Friedhof war unser erstes Ziel. Hier wurde jeder nach seinem Tod mit lustigen Bildern noch einmal verewigt. War er ein Trinker oder ein arbeitsamer Bauer, man sah es an den Bildern.

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Übernachtet wurde auf einem Privatcampingplatz, sehr sauber und günstig. Eine Nacht, Strom + Warmwasser 7,-€.

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Selbstverständlich waren auch Wachhunde am Platz.

Die Grillstation und Ediths skeptischer Blick auf die Grillerei

Gegrilltes Fleisch mit Pommes und Salat, eine Suppe, Mitsch – rumänische Cevapcici, eine Flasche Wein und 1 Liter Mineralwasser 14,- €.

27.09. Weiterfahrt zu den Moldau-Klöstern. Am Straßenrand wird alles Mögliche zu Geld gemacht.

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Es geht durch die Berge, eine wunderschöne Fahrt

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Uns überraschte, wie viele renovierte und neue Kirchen es in diesem Land gab

Nach einer mühseligen Fahrt (7,5 Stunden für 259 km) erreichten wir ein Hotel am Stadtrand von Sucevita, wo auch Camping angeboten wurde. Alles inklusive 10,-€.

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Ein schönes Haus mit ausgezeichneter rumänischer Küche

28.09. Start mit der Besichtigung verschiedener Moldau-Klöster.
Das Kloster in Sucevita war für uns das schönste. Umgeben von einer starken Mauer mit Ecktürmen steht das herrliche Bauwerk mit Außenmalereien, damit auch die Gläubigen von außen die Messe mitfeiern konnten, da innen nur für einige Ausgewählte Platz war.

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Die nächste Station war das Kloster Moldavita, im Aufbau waren sie alle fast gleich, nur die Malereien änderten sich.

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An einigen waren die Wandmalereien nicht mehr so schön erhalten, wie hier im Kloster Humorului.

Dafür konnte ich im Kloster Voronet einige schöne Bilder im Innern fotografieren

Spätnachmittags ging es weiter nach Piatra Neamt und dann nach Bicaz. Wieder wurde vor einem Hotel geparkt.
Kostenpunkt: 10,- Lei ~ 3,- €.

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Einige interessante Schnappschüsse von unterwegs

29.09. Von Bicaz ging es auf der Bundesstrasse 12c über das Karpatengebirge nach Gheorghieni.
Zuerst fuhren wir durch riesige Schluchten bis zu einem See, wo wir herrliche Forellen verspeisten.

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Nach anstrengender Fahrt (470 km) erreichten wir Braila. Der Campingplatz ist nicht zu empfehlen, aber man ist doch etwas sicherer als frei zu stehen, speziell in einer Großstadt.

30.09. In Braila sahen wir am nächsten Morgen, wohin unsere Steuer-Euro fließen.

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Auf dem Weg nach Tulcea, Ausgangspunkt für das Donaudelta, mussten wir uns zuerst über die Donau übersetzen lassen.

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Dann ging es noch etwa 40 km nach Murighiol, ein Fischerdorf mit Campingplatz. Da uns der staatliche nicht zusagte, fuhren wir auf einen privaten Platz, Kostenpunkt 10,-€.

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01.10. Der Besitzer unseres Platzes organisierte für uns eine 4-stündige Bootsfahrt durch einen kleinen Teil des Donaudeltas. Überall sah man Fischerhütten und ihre Besitzer oder Mieter.

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Leider waren die meisten Vögel schon unterwegs in wärmere Gegenden,
wir waren etwa 3 Wochen zu spät im Delta.

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Auch die Zeit der blühenden Wasserrosen war zu Ende, es gab Millionen davon

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Es war eine schöne Fahrt durch enge Kanäle, vorbei an Hausbooten und eleganten und auch urigen Unterkünften für Touristen

Nach der Bootsfahrt erwartete uns ein Fischessen, das von unserem Campingplatzbesitzer organisiert wurde, gegessen wurde bei einer rumänischen Familie, das Trinken mussten wir uns selbst mitnehmen.
Es war eine nette Familie mit Kindern, die auch etwas zusätzlich verdienen wollte.

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Die Umgebung war nicht gerade das Sauberste, aber dafür war das Essen ausgezeichnet.

02.03. Es war wieder ein strahlender Morgen, als unsere Reise Richtung Schwarzes Meer weiterging. Nach 180 km hatten wir Mamaia erreicht, keine Touristen mehr hier, Campingplätze verödet und schmutzig, der Sandstrand war nur ein Abfallhaufen von angeschwemmtem Gut. Man sah zwar alle möglichen Hotelketten, aber alles war nur grau und trist.

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Eine Nacht am Campingplatz direkt neben dem Meer für 8,-€, Strom war vorhanden, die Sanitäranlagen wurden seit dem Sommer nicht mehr gereinigt. Ca. 10 Hunde waren für die Nacht unsere Wächter, aber nachts war alles ruhig, kein Gebell. Nach einer Besichtigungstour Mamaia und Constanta ging unsere Reise dann am nächsten Tag weiter.

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03.10. Mamaia – Bucuresti 230 km, fast nur Autobahn. Dank meines Navigerätes fand ich das rumänische Parlament sofort und wir waren überrascht von diesem Gebäude, “Palatal Parlamentutul”.
Das zweitgrößte Gebäude der Welt (als es gebaut wurde), nur das Pentagon in Amerika ist noch größer.

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Ich denke, das ist die Hinterseite, also der Lieferanteneingang.
Zum Parken durften wir in den Hof fahren.

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Die Anfahrtsstrasse

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Die Vorderseite

Da der Verkehr und die Hitze (38°) schlimm waren, flüchteten wir Richtung Brasov und passierten dabei den “Arcus de Triumf”.

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Übernachtet wurde in Brasov auf einem Campingplatz, geführt von einer rumänisch-deutschen Familie, er war auch mit Abstand der sauberste aller von uns besuchten Plätze.

04.10. Von Brasov nach Timisoara ging es quer durch das Land, immer wieder wunderten wir uns, was dieser ehemalige Präsident den Leuten hier überlassen hatte. Über das ganze Land verstreut, sah man Industrieruinen oder Fabriken, die heute noch so arbeiten wie zu seiner Zeit.

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Da wir viele Freunde in Rumänien haben, blieben wir noch einige Tage im rumänischen Banat in einer großen Industriestadt und besuchten dort ein Lokomotivmuseum.

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Am 09.10. ging es von Resita über Timisoara zur rumänisch-ungarischen Grenze und knapp vor der Grenze wurden wir nach der Vignette gefragt. An der Grenze selbst gab es nur höfliche Beamte und nach 5 Minuten war alles vorbei.

Wir machten noch einen Zwischenstopp in Komaron zum ausruhen und da trafen wir Ingrid1 aus Marchtrenk und Maria60 von unserem Online Stammtisch. Es ist doch schön, nicht allein zu sein.

Resümee:

Wir waren alles zusammen 3 Wochen unterwegs und machten 4.440 km. Die Fernvehrkehrsstrassen waren voll von Baustellen und Schlaglöchern, die Hauptverbindungsstrassen waren wie in Österreich.

Das Wetter war herrlich, jeden Tag Sonnenschein, Tagestemperaturen um die 22-28°, Bukarest 38°. Nachttemperaturen um die 15°.

Rumänien ist ein sehr schönes Land, freundliche Leute, preislich noch unter österreichischem Niveau. Freisteher können unbehelligt in den Dörfern stehen, in der Großstadt würde ich einen Campingplatz empfehlen. Sehenswürdigkeiten gibt es viele über das Land verteilt. Versorgung ist kein Problem, es gibt jede Menge von Supermärkten und sogar das Metro ist in jeder Stadt vorhanden.

Sollte jemand Fragen dazu haben, bin ich über unseren “Online-Stammtisch” zu erreichen.

Mit freundlichem Campergruß
Svobi

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