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Polen, Baltikum, Skandinavien 2008
21. Mai - 3. Juli
von Edith und Peter Svoboda

Am 21.05. starteten wir unsere Reise von Asten in Oberösterreich. Unser Weg führte uns zuerst nach Thierstein im Fichtelgebirge, wo wir ein Treffen von Camper-55plus besuchten. Hier trafen wir auch unsere zukünftigen Begleiter, Familie Bajc (Baer).
377 km

Nach 5 Tagen Aufenthalt ging es am 26.05. weiter über Dresden nach Bautzen. Übernachtet wurde im Vorgarten einer schon seit vielen Jahren bekannten Familie von Baer.
277 km

27.05. ging es über Görlitz, die Grenzstadt nach Polen, bis Breslau, wo wir den Campingplatz in der Nähe des Stadions besuchten, für Stadtbesichtigungen sehr günstig gelegen. € 16,50 eine Nacht. Den ganzen Tag herrliches Wetter.
260 km

28. – 29.05. Stadtbesichtigung. Ausgerüstet mit Stadtplan und genauem Wegplan fuhren wir los. Wir waren alle begeistert, mit welcher Liebe die Altstadt saniert wurde. Das Herzstück der Altstadt ist der Marktplatz mit seinem Rathaus und den Bürgerhäusern.

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Der Marktplatz mit seinem Rathaus...

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... und den Bürgerhäusern

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Breslau von oben

Es gibt unzählige Kirchen für jeden Glauben, eine schöner als die andere, es gibt ein Viertel, in welchem die jüdische neben der evangelischen und der katholischen Kirche steht.

Am 2. Tag besichtigten wir die Universität, sie befindet sich im größten Barockgebäude von Breslau mit der Aula Leopoldina.

30.05. Das Thermometer klettert auf 28°C.
Von Breslau ging es nach Znin, hier hatte ich eine Verabredung. Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen. In Polen traf ich (Österreicher) einen Engländer, mit dem ich vor 22 Jahren im Iran gearbeitet habe. Das war ein feuchtes Wiedersehen.
258 km

31.05. Nach etwa 200 km erreichten wir Malbork/ Marienburg, die größte mittelalterliche Bauanlage in Europa. Einst war es der Sitz des Hochmeisters des deutschen Ordens. Natürlich wurde abkassiert: Parkgebühren, Besichtigungsgebühren und auch fürs Fotografieren wurde Geld verlangt. Aber es zahlt sich aus.

Weiterfahrt bis Danzig und Übernachtung auf einem Campingplatz. Auf unserer Reise wurden bis Helsinki nur Campingplätze angefahren, wir wollten uns Ärger ersparen.
Campingplätze kosteten im Schnitt € 18,00, auch die Burg kostete uns alles zusammen etwa € 20,00.
314 km

01.06. Stadtbesichtigung und wieder liegt ein heißer und mühseliger Tag vor uns. Man kann nicht jedes Haus beschreiben, es wurde alles sehr schön restauriert. Hier einige Bilder von so vielen.

02.06. – 03.06. Heute geht’s nur bis Elblag, um uns eine einzigartige Touristenattraktion anzuschauen, den Elblag-Kanal und auch eine Fahrt mit dem Schiff zu machen.
Die Tage waren zum Ausrasten und auch um die Fahrt zu organisieren, geholfen wurde uns vom Campingplatzbesitzer.
61 km

04.06 Um 08.00 früh ging es los, zuerst vorbei beim Campingplatz, dann durch unberührte Natur und zur ersten schiefen Ebene. Unser Boot wurde auf einen Wagen geschoben und dann ging es bergauf, 5x, es wurden Höhenunterschiede bis zu 100 m bewältigt.
Nach einer Fahrt von 5 Stunden stiegen wir aus und es wartete bereits ein Taxi auf uns, welches uns zurück brachte. Ein unvergessliches Erlebnis.

05.06. Und wieder wurden Kilometer gemacht, zuerst von Elblag nach Wilczy Szaniec, Wolfsschanze, Hitlers größtes Kriegsquartier. Sie wurde im Jänner 1945 gesprengt. Nicht sehenswert.

Dann weiter nach Heiligelinde, ein kleines Dorf mit einer prachtvollen Wallfahrtskirche.
292 km

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Und übernachtet wurde auf einem der schönsten Stellplätze, die ich je gesehen habe, in Mragowo - Ruska Wies. Kostenpunkt: € 10,50, Fischen inkludiert. Am ersten Abend wurden wir zu einer Grillfeier eingeladen mit Kostenanteil und am zweiten Abend gab es für alle Kaffee, Kuchen und Wodka gratis, da der Hausherr seinen Hochzeitstag feierte.

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07.06. Von Mragova ging es über die Grenze nach Trakai, Litauen, auf einen Campingplatz neben der Burg. Leider war es nicht möglich, die Burg mit dem Boot zu besuchen, hier fehlte noch die richtige Organisation.
355 km

08.06. Zeitig in der Früh ging es zur Burg. Trakai war im Mittelalter die Hauptstadt des Landes. Sie wurde 1655 komplett zerstört und erst nach dem 2. Weltkrieg wieder aufgebaut und das sieht man auch.

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Nach 31 km erreichten wir Vilnius, die Hauptstadt von Litauen. Sie gilt als Stadt der Hundert Kirchen, die Einkaufsstraßen sind so wie im westlichen Europa.

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Überblick über die Stadt

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Einkaufsstraße

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Das gotische Ensemble

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Kathedrale

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Der Turm

09.06. Auf dem Weg von Vilnius nach Riga, Hauptstadt von Lettland, wurde noch ein Abstecher zum Berg der Kreuze gemacht. Dies ist ein Wallfahrtsort und kleiner Hügel mit tausenden Kreuzen.

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In Riga blieben wir 2 Nächte à € 16,00 inkl. Strom.
365 km

10.06. Stadtbesichtigung. Natürlich wie überall ist es immer sehr weit zu gehen. Den Rückweg konnte ich nur mehr mit dem Taxi bewältigen, denn mein Knie fing an zu streiken.

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Das Rathaus

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Bürgerhäuser                                        es wird noch viel renoviert

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Zeppelinhallen, Reste aus dem 2. Weltkrieg...

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...und heute sein Inhalt, alles was das Herz begehrt

11.06. Und wieder ein langer Weg, von Riga zur Grenze nach Estland und dann zur Insel Saaremaa. Unser Weg führte uns den Rigaer Meerbusen entlang nach Virtsu, wo wir mit der Fähre nach Kuivatsu übersetzten (€ 14,50 ein Weg) und bis zur Hauptstadt Kuressare fuhren. Und das erste Mal gab es auch Regen und Sturm. Übernachtet wurde am Parkplatz vor einem Hotel.
345 km

12.06. Inselrundfahrt, zuerst der südlichste Teil, Sääre mit dem Leuchtturm, dann weiter zu den Kraterseen und zu den alten Mühlen.

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Da das Wetter immer schlechter und auch sehr stürmisch wurde, fuhren wir noch am selben Tag weiter bis Tallin.
341 km

13.06. Stadtbesichtigung und wieder war es ein langer Fußmarsch. Zuerst war der Hafen dran, Ticketkauf für die Fähre Tallinn – Helsinki € 202,00, da die Überfahrt am Wochenende war.

Wie überall ist nur die Altstadt mit ihren Kirchen und alten Gebäuden interessant. Um die Altstadt zog sich die Mauer herum mit den einzelnen Eingangstoren, innen gab es nur enge Gassen, nur vor der Stadthalle war ein großer Platz für den Markt.

14.06. – 16.06. Überfahrt mit der Fähre nach Helsinki und Übernachtungen am Campingplatz Rastila, direkt neben der U-Bahn gelegen.
Wir stellen uns an.

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Stadtbesichtigung wurde diesmal etwas kürzer gemacht, es wurde nur die Hafengegend besichtigt. Sofort als wir von der U-Bahn ausstiegen, fiel uns der imposante Bahnhof mit seinen Lampenträgern auf.

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Gleich daneben das Nationaltheater, erbaut 1902

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Anschließend der Dom, leider durften wir ihn nicht von Innen besichtigen. Unsere Begleiter, die Bärs schreiten hier noch frisch voran.

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Die Kathedrale wurde nur noch von der Ferne fotografiert

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Dann lockte uns schon der gute Geruch vom Markt am Hafen und wir fanden auch schnell, was wir wollten. Mit vollem Magen war nicht gut wandern, so ging’s wieder zurück.

Den 2. Tag nutzten wir nur zum Ausruhen.

17.06. Unsere Fahrt ging weiter immer der Küste des finnischen Meerbusens entlang bis zur Grenze zu Russland, Richtung St. Petersburg und dann östlich nach Lappeenranta.

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Übernachtet wurde auf dem Badeplatz in Taipalsaari, gegenüber der Holzkirche Rantantie zum See hinunter.
251 km

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18.06. Taipalsaari nach Juuka (Koli), die Landschaft bleibt immer die gleiche, Wasser, Wälder und ein paar Hütten. Wir sind nicht begeistert.

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Abends Rast auf einem Campingplatz direkt neben einem See, € 18,00 dafür dürfen wir fischen. Habe 2 Hechte gefangen und dafür hunderte Stiche erhalten.

Wir mussten uns im Wohnmobil verschanzen.
404 km

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19.06. Juuka bis kurz vor Kuusama. Das Bild ändert sich nicht, es werden nur mehr Kilometer gemacht. Übernachtung wieder auf einem der vielen Parkplätze, keine Chance gemütlich vor dem Mobil zu sitzen.
363 km

20.06. Heute gab es Abwechslung. Zuerst sahen wir ein Feld voller Menschen und dann gab es auch noch Palatschinken, sprich Pfannkuchen. Das ganze wurde „stille Menschen“ genannt.

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Und dann überquerten wir auch noch den Polarkreis

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Auch die ersten Rentiere liefen uns vors Auto

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Kurz nach Inari verbrachten wir wieder die Nacht auf einem Parkplatz.
527 km

21.06. Weiterfahrt zur norwegischen Grenze bei Naätämö, 40 km vor Kirgenes. Bei einem Stopp noch in Finnland mussten wir noch Rentierfleisch essen, war sehr gut, nur etwas wenig und etwas teuer.

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Von Kirgenes ging es dann nach Jacobselv an der Grenze Norwegen zu Russland. Karge Gegend und überall noch Schneefelder. Die Nacht verbrachten wir wie viele andere auch am Parkplatz.

In dieser Nacht beschlossen meine Frau und ich, den Urlaub so schnell wie möglich abzubrechen und Richtung Heimat zu fahren.
234 km

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22.06. Am Rückweg nach Kirgines trafen wir im Hafen Fam. Karner, bekannt unter dem Namen HAKA von Camper-55plus

Weiter ging es über Tannbru zum Laksefjorden, in einem kleinen Hafen machten wir Rast, bei Regen und Kälte.
288 km

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23.06. Fahrt bis zur großen Hängebrücke vor Hammerfest. Unter der Brücke wollten wir fischen, aber das Wetter spielte nicht mit. Wenn es nicht regnete, wurde sofort die Angel ausgeworfen, die übrige Zeit verbrachten wir im warmen Wohnmobil. Unsere Beute war nicht so schlecht.
283 km

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Platz unter der Hängebrücke und wir bekamen Besuch

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Erichs Steinbeisser

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auch meine waren nicht zu klein

24.06. Da der Regen nicht mehr aufhörte, verabschiedeten wir uns von unseren Begleitern und machten uns auf den Weg nach Hause. Wir besprachen noch die ungefähre Strecke und weg waren wir.

Hammerfest – Spakanes, 18 km nördlich von Olderdalen, Übernachtungsplatz mit Blick auf den Gletscher der Lyngenalpen. Leider wurde uns auch diese Aussicht verwehrt, strömender Regen, Nebel und Kälte.
315 km

25.06. Am Weg nach Narvik treffen wir wieder unsere Begleiter und es geht wieder gemeinsam weiter, für drei Tage. Kurz vor Narvik wieder Rast.
300 km

26.06. Von Narvik ging es nach Saltstraumen, um uns das Naturschauspiel von Ebbe und Flut noch einmal anzuschauen. Am selben Tag wieder zurück zur Bundesstraße E06. In Fauskas wurde noch einmal übernachtet. Tagsüber hatte es nicht mehr als 7°C.
363 km

27.06 – 03. 07. Gut 100 km wurde noch in Norwegen gefahren und dann fuhren wir nach Schweden rein, auch um den Spritpreisen von Norwegen zu entgehen. Unser Weg führte uns über Sörsele, Östersund, Mora, Karlstad, beim Vänernsee vorbei nach Göteborg und Helsingborg. Hier mit der Fähre nach Helsingor und auf der Autobahn nach Rodbyhavn, Puttgarden und zurück nach Österreich.

Wir machten auf dieser Reise unzählige Kilometer, hatten fast nie Gelegenheit, vor dem Wohnmobil zu sitzen und den Urlaub zu genießen. Auch Kälte und Regen waren unsere Begleiter und dazu noch das fliegende Ungeziefer. Skandinavien ist für uns jetzt einige Zeit tabu.

Von Polen und den baltischen Ländern waren wir begeistert, wir werden Südpolen bestimmt bald besuchen.

9.740 km insgesamt.

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