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Dieses Jahr wollten wir die Ostseite von Polen besuchen, die Westseite wurde 2008 bereits besucht (siehe Reisebericht) und eine Stadtbesichtigung von St.Petersburg unternehmen.
Alleine die Beschaffung der Visa für Russland war schon abenteuerlich. Zuerst kontaktierte ich den ÖAMTC (ADAC), ich erhielt etwa 20 Seiten Infos. Übers Internet fand ich eine Firma, die uns eine Einladung von Russland und dann auch noch die Visa besorgte, Kostenpunkt € 335,- für 2 Personen.
Am Sonntag, den 18.07.2010 nachmittags starteten wir von Asten, OÖ, nach Retz ins Weinviertel, übernachtet wurde am Stellplatz in Retz, Jahnstrasse 2.
Km: 167
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19.07.2010 Weiterfahrt nach Ostrava, Tschechische Republik. Hier besuchten wir Freunde, mit denen ich vor 15 Jahren im Iran gearbeitet habe, volle 4 Jahre. Es gab eine Wiedersehensfeier und am nächsten Tag viel Kopfweh.
Km: 274
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20.07.2010 – 22.07.2010 Einreise nach Polen und Fahrt nach Krakau, Auschwitz wurde nicht besucht, uns reichte das vorbeifahren.
Übernachtet wurde am Campingplatz Krakowianka (80 Zly/pro Nacht) direkt in der Stadt mit ausgezeichneter Straßenbahnverbindung in die Altstadt, N 50.01000° E 19.90749°. Die Temperatur schwankte zwischen 30 – 35°Celsius.
Km: 166
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21.07.2010 Zeitig in der Früh starteten wir mit der Stadtbesichtigung, die Fahrt mit der Straßenbahn war bereits ein Gefühl wie in der Sauna. Zuerst gingen wir zum Marktplatz Rynek Glowny inmitten der Altstadt Stare Maestro. Zu sehen gab es hier die ehemaligen Tuchhallen aus dem Jahre 1358, heute angefüllt mit kleinen Geschäften.
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An der Ostseite des Marktes steht die Marienkirche mit 2 verschieden hohen Türmen.
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Das Besondere ist der fünfflügelige Altar aus Lindenholz geschnitzt und alle Figuren sind mit Gold bemalt, er zeigt den Tod Marias.
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Da die Hitze immer unerträglicher wurde und auch mein neues Knie sich meldete, mieteten wir uns ein Elektroauto und schon ging es gemütlicher durch die Stadt.
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Einige Bilder von Krakau
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Das jüdische Viertel wurde auch besucht, die Gegend, wo Steven Spielberg den Film Schindlers Liste gedreht hatte.
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Heute steht die Besichtigung der Wavel Festung am Krakauer Schlossberg auf dem Programm. Der Anstieg zur Burg war beschwerlich, wurde aber mit einer schönen Aussicht belohnt.
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Die Katedra Wawelska – Wawel Kathedrale konnten wir nur von außen fotografieren, nach Bezahlen einer Eintrittsgebühr erlaubte man uns nicht, ein Foto von Innen zu machen, an jeder Ecke stand eine Person, die uns sofort stoppte.
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Dann wollten wir in das Innere des Schlosses, um die königlichen Gemächer und Schatzkammer zu sehen, wir wurden weggeschickt, um uns wieder ein Ticket zu besorgen. Als wir zur Kassa kamen, standen bereits um die 100 Besucher und warteten auf ein Ticket, auf meine Frage, wie lange das Anstellen dauern würde, um ein Ticket zu bekommen, bekam ich zur Antwort: vielleicht heute oder morgen.
Das reichte uns und wir fuhren wieder zurück zum Campingplatz, Krakau war für uns erledigt. Abends erster Regen, danach so feucht wie in den Tropen.
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23.07.2010 Fahrt von Krakau nach Warschau bei herrlichem Sonnenschein. Abends um etwa 18 Uhr ging es im Schritt- Tempo in die Stadt, Warschau empfing uns mit 44,3° Celsius.
Angefahren wurde der Campingplatz „ Astur“ oder auch Camping 123. N 52°12'0" E 20°56'44" (44 Zly / pro Nacht)
Km: 303
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24.07.2010 In Polen, speziell in Warschau dreht sich alles um Fryderyk Franciszek Chopin. Musikalisch gilt Chopin als Genie.
In der Kirche vom heiligen Kreuz wird in einer Urne das Herz des Künstlers aufbewahrt.
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Gegenüber befindet sich der Eingang zu einem der schönsten Universitätsgelände...
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...und auch auf diesem Gelände wird immer noch für den verunglückten Staatspräsidenten getrauert.
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Sigismundsäule und Königsschloss beherrschen den Plac Zamkowyin der Altstadt.
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Die wichtigste Kirche von Polen, hier fanden alle königlichen Trauungs-, Krönungs- und Beisetzungsfeiern statt.
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Das historische Zentrum Warschaus ist der Stare Miastro, er wurde nach dem zweiten Weltkrieg wieder aufgebaut.
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Und über dem Ganzen wacht noch der Palast der Kultur und Wissenschaft, ein Geschenk Stalins, der 1952 bis 1955 erbaut wurde.
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25.07.2010 Fast den ganzen Tag Regen, wir fühlen uns wie in den Tropen so feucht und heiß, heute ist Rasttag.
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26.07. – 29.07. 2010 Beim Ansuchen für die Visa nach Russland mussten wir den genauen Einreisetag und auch die Grenze angeben, wo wir einreisen bzw. auch genaue Daten zur Ausreise. Wir hatten noch bis zum 5. August Zeit, um bis nach Narva in Estland zu fahren.
Zuerst ging es nach Elk auf den Masuren mit einem wunderschönen Campingplatz. Einzelstellplätze für jedes Wohnmobil, jede Koje hatte eigenen Wasseranschluss, eigene Versorgung. Ein großer See mit Sandstrand und schöne Wege zum Wandern. N 53°48.972', E 22°21.247', pro Nacht € 16,50
Warschau – Elk 231 km
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30.07. – 01.08.2010 Bis Narva hatten wir noch 1.100 km und die wurden schön langsam über Vilnius, Riga und Tortu (Estland) abgefahren.
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02.08. – 04.08 2010 Einige Kilometer vor der russischen Grenze warteten wir noch die restlichen Tage ab. Der Campingplatz Laagna Hotel SPA & Ressort hatte eigenes Whirlpool, Hallenschwimmbad, See zum Schwimmen und auch zum Fischen. N 59°23.674', E 27°58.084', pro Nacht € 19,00.
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05.08.2010 Einreise nach Russland. Zuerst die lange LKW Kolonne überholen, man kommt dann zu einem Büro, da bekommt man für 30,00 estl. Kr. eine Grenznummer und dann nur mehr der ausgeschilderten Strasse folgen. Auf der estländischen Seite ist eine kurze Kontrolle und dann geht es über die Brücke des Narva zur russischen Kontrolle.
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Und hier kam für uns die große Überraschung, sehr freundliche und hilfsbereite Zöllner erwarteten uns. An der Grenze gab es ein großes Bild mit Lebensmitteln, deren Einfuhr verboten ist. Bei der Kontrolle meines Kühlschrankes lächelten die Zöllner und durch waren wir.
Dauer für beide Seiten etwa 2 Stunden.
In der ersten größeren Stadt ging ich in eine Bank Geld wechseln und wieder wollte jeder helfen.
Die Straße nach Petersburg war keine Piste mit Löchern, sondern ausgebessert.
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06.08.2010 Nach einer schlaflosen Nacht und der Suche im Internet nach einem neuen Platz fand ich auf einer franz. Seite einen Stellplatz. Nur diesen zu finden, war schwer, mit dem offenen und eingeschalteten Laptop ging ich in ein Geschäft und fragte um Hilfe. Ich stand bei der Einfahrt und die Leute konnten mir nicht sagen, wo die Adresse ist. Hier die Daten: N 59°57.931', E 30°21.154'. Der Stellplatz liegt in einem Hof, etwa 50m abseits von der Strasse, eine kleine Kirche ist vor der Einfahrt. House of culture “Progress“, LesnoyProspekt17/2. Der Chef heist Solodchenko Grigory Efremovich, the technical director und spricht Englisch. Der Platz hat Wasser, Strom und WC. Pro Nacht € 20,00.
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Zur Erinnerung an ein Attentat auf Zar Alexander II wurde an dieser Stelle die Christi Auferstehungskirche “Auf dem Blute” gebaut nach altrussischen Formen, 16.000m² Mosaiken und goldene Zwiebeltürme.
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Fahrt mit dem Motorboot durch die Innenstadt und Blick auf historische Bauten.
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08.08.2010 Spaziergang in die Peter- und Paulfestung und Besuch der Peter- und Paulkathedrale.
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Anschließend die Streika, schönster wasserumgebener Uferplatz von St. Petersburg. Seit 1810 stehen hier zwei 30m hohe Rostrasäulen, rotbraun und nach den Schiffsschnäbeln (lat.: rostrum) genannt.
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Über die Brücke der großen Newa ging es zur Admiralität, Winterpalast mit Schlossplatz und Alexandersäule. Der Winterpalast ist einer der größten Paläste Europas mit über 1000 Räumen und er beherbergt auch eine der größten und reichsten Kunstsammlungen.
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09.08.2010 Heute beschließen wir, unsere Reise fortzusetzen und zwar in Richtung Finnland der kühleren Gegend entgegen. St. Petersburg werden wir wieder einmal besuchen, aber im Frühjahr und nicht mitten im Sommer. Überall bei den Sehenswürdigkeiten muss man sich stundenlang anstellen, die ganze Stadt ist von Touristen überfüllt. Der Grund für diese vielen Menschen: Moskau wurde wegen der Waldbrände gesperrt und alle Schiffe und Reisebusse wurden nach St. Petersburg umgeleitet.
Zeitig in der Früh fuhren wir bereits mit dem Wohnmobil nach Zarskoje Selo, 25 km südlich von Petersburg, das ist die Palastvorstadt, Lieblingsaufenthalt der Zaren seit Katharina der Großen und Puschkin, der russ. Dichter drückte hier die Schulbank, der Katharinenpalast.
Hier kann man auch das berühmte Bernsteinzimmer besichtigen, das Original verschwand im zweiten Weltkrieg und wurde bis heute nicht gefunden, die Rekonstruktion des Zimmers dauerte 25 Jahre.
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