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Eigentlich begann unsere Reise im April 1994. In der Zeitschrift "tours" wurde erstmals eine ähnliche Fahrt beschrieben. Seit dieser Zeit sammelten wir Informationen über diese Route nach Westafrika – in der Hoffnung irgendwann 'mal 2-3 Monate Zeit zu haben.
Januar 2004 hatten wir sie. Wegen den schwierigen Etappen in Mauretanien - zuerst das verminte Grenzgebiet, dann die 4-6 Tage durch die Sahara – beschlossen wir, uns einer organisierten Tour anzuschließen Wir wählten einen Veranstalter, der die ersten 2500 km in Afrika freie Zeit- und Routenwahl zuließ. Lediglich die festgelegten Übernachtungsplätze sollten, nach Möglichkeit, angefahren werden. Dies kam unseren Vorstellungen sehr nahe. Im Konvoi über die Grenzen, in der Wüste sowieso notwendig, und auf den Teerstrassen in Mauretanien und Senegal alleine oder wer wollte, in kleinen Gruppen.
Vorbereitet: Jetzt wurde es ernst. Michelin Karte Westafrika, von "Reise know how" den Band Westafrika (Marokko hatten wir schon) und von Dumont den Sahara-Führer von Göttler mussten gekauft werden. Sandbleche, Schaufel, Spaten, Reservekanister, sowie Verschleißteile und Öl fürs Mobil. Vieles war schon vorhanden.
Die obligatorische Gelbfieberimpfung musste erledigt werden, gegen Hepatitis und Kinderlähmung ließen wir uns gleich mitimpfen. Malaria Vorbeugung ja oder nein? Hier entschlossen wir uns für die Notfall-Therapie, d.h. wir kauften das Medikament und wollten es nur bei ernstem Malariaverdacht einnehmen. Nun musste unsere Rikkie noch dem Amtstierarzt vorgeführt werden.
Das Visum für Mauretanien wurde vom Organisator (im weiteren Verlauf O genannt) besorgt, um die Kraftfahrzeug-Papiere kümmerten wir uns selbst. Während Mauretanien z.Zt. wieder auf das Carnet verzichtet (eine Ehrenerklärung an der Grenze reicht), wird es von Senegal zwingend vorgeschrieben. Also Besuch beim Automobilclub. Nun gab es nur noch das Problem mit der Versicherung. Bei unserer Recherche stießen wir schnell auf eine Agentur, die zu sehr günstigen Konditionen (ohne Aufpreis) Vollkasko weltweit anbot. Es mussten allerdings am Fahrzeug einige Voraussetzungen erfüllt werden. Wie wir später hörten, zeigte sich der Versicherer aber auch in diesem Punkt äußerst kulant.
Losgefahren: Gestartet sind wir am ersten Januar gegen 12 Uhr, bis Breisach im Breisgau (427 km). Dann franz. Jura, Rhônetal, bis Gruissan bei Narbonne (889 km) Am dritten Tag dann bei herrlichem Wetter bis St. Charles de la Rapita (469 km). Nachdem um 24 Uhr in der nahen Freiluftarena ein Rockkonzert begann, flüchteten wir nach Peniscola (40 km). Nun zur "Schlangenbucht" Playa Percheles (473 km). Bei sommerlichen Temperaturen gönnten wir uns hier einen Ruhetag. Jetzt zum schönen Stellplatz in Guardiaz Viejas (216 km). Alle Stellplätze wurden in unserem letztjährigen Spanien-Bericht beschrieben.
Am 8. Januar trafen wir uns auf dem Campingplatz "Rio Jara" bei Tarifa mit der Gruppe (350 km). Es war schon ein merkwürdiges Häufchen, welches im Kreis um O herumsaß. Keinem sah man an, dass er sich dem heimischen Herd mehr als 1000 km entfernt hatte. Und doch, hatten drei aus unserer kleinen Gruppe - unabhängig voneinander - Peking auf dem Landweg erreicht. Mittelmeer-Umrundung und Nordkap waren fast selbstverständlich.
Unser O umriss die Planung der nächsten Tage in kurzen, klaren Worten. Souverän, selbstsicher, ja charmant sprach er von der Fahrt. Die Route in Mauretanien blieb noch offen. Sie sollte vor Ort (Nouhadibou) "live" entschieden werden. Entweder Bahnverladung auf den Plattformen der Erzbahn (längster Zug der Welt, 4 km) und 13 bis 16 Stunden Fahrt nach Choum, dann Atar und Nouakschott. Alternativ eine der beiden Pisten durch den Nationalpark "Banc d'Arquin" und die Dünen von Azeffal, dann ab Nouamghar die LKW-Piste oder die Fahrt auf dem Strand (nur bei Ebbe möglich) nach Nouakschott.
Sollte Konvoi-Fahren notwendig sein, würde O die Gruppe anführen, sein Assistent, ebenfalls mit WoWa und Geländewagen, die Nachhut bilden. Dies galt jetzt erstmals für die morgige Fahrt nach Algeciras zur Fähre und zur Grenze Marokko. Hier wurde die Grenzabwicklung von O geregelt. Dann hatten wir einige Tage und 2500 km "Freie Fahrt für freie Bürger".
Übergesetzt: Freitag, 9.1.04 war es dann soweit - Europa ade. Nach kurzer Strecke in Marokko brannte der WoWa von O. Nach dem Einsatz vieler Feuerlöscher war der Wagen zwar nicht mehr benutzbar, aber das Wichtigste gerettet. Glück für O, denn einen besseren Ort und Zeitpunkt gab es wohl nicht. O zog seinen Wagen auf einen Campingplatz in Martil (68 km), nach einem Tag Zwangspause ging's dann weiter nach Rabat (279 km), Marrakesch (320 km) bis Aglou Plage bei Tiznit (370 km). Mittwoch, 14.1.04 übernachteten wir ca. 40 km vor Layoune bei einem Wüstenfahrer-Camp. Gute vier km Piste von der Nationalstrasse, gut beschildert. Hier aßen wir das erste Mal Kamelfleisch mit Datteln und Reis. Platz und Essen sind zu empfehlen. Aber auch vorher hatten wir nie gekocht, entweder wir holten das Essen von einer der vielen Garküchen oder wir kauften Fleisch, was wir gegen geringe Gebühr grillen ließen. Serviert wurde dann, mit viel Salat, direkt am Mobil.
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Bisher war es schon langweilig...
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Die erste Wüstenübernachtung ca. 40 km von Laayoune
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Weggesperrt: Am nächsten Tag fuhren wir an immer häufiger werdenden Polizeikontrollen (alle und immer ausnehmend freundlich) vorbei auf den Parkplatz des Motels Moussafir, 6 km vor Dakhla (569 km). Nicht nur, dass wir hier eingesperrt wurden, wir wurden auch noch bewacht. Gut, manche aus unserer Gruppe fanden es nicht so schlimm. Aber die vielen freien Stellplätze, an denen wir vorbeifuhren, vermiesten uns den Aufenthalt. Wegen einem defekten Fahrzeug, das dann doch nicht repariert werden konnte, gab's einen Tag Pause. Bis jetzt hatten wir immer gute Teerstrassen. Samstag, 17. Januar, wir fuhren zum Übernachten eine Motelanlage mit Tankstelle in Grenznähe an. (Hotel Barbas, 282 km)
Ernstgemacht: Sonntag früh ging's los. Wir hofften, noch am gleichen Tag über die Grenze zu kommen - was auch gelang. Der Führer durch das verminte Grenzgebiet joggte zum Teil vor uns her. Schlechte bis sehr schlechte Piste, z.T. Reste einer alten Asphaltstrasse.
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... die dann in die alte spanische Asphaltstraße übergeht
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Erste Sandpassagen. Oft fuhren wir im Schritttempo. Gegen 19:30 erreichten wir Nouadhibou (147 km). Wir fuhren ein Motel mit Campingplatz im Stadtgebiet an. Sandig, aber recht schön. Am nächsten Tag Abschluss der mauretanischen Haftpflicht für's WoMo, Geldwechsel, Stadtbummel. Dienstag, 20. Januar, mussten wir wieder einen Teil der Strecke Richtung Marokko zurück. Dann zuerst östlich, später südlich auf unmarkierter Piste mit schlimmen Sandpassagen. Zum ersten Mal sind wir voll eingesandet. Seit Nouadhibou hatten wir maurische Führer mit einem Geländewagen dabei. Die Guides mussten sich allerdings erst auf die Art unserer Fahrzeuge einstellen. Bei Einbruch der Dunkelheit haben wir übernachtet - irgendwo in der Wüste - stolz, über hundert Kilometer geschafft zu haben! (104 km)
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Geschaufelt, geschoben und geschleppt: Bei Helligkeit ging's los. Der Luftdruck wurde auf 1,5 Bar reduziert (üblicherweise fahren wir 4,5). Die Führer hatten - auch für unsere Fahrzeuge - die Strecke im Griff. Jetzt war die Wüste so wie wir sie uns vorgestellt hatten. Außer den Spuren der vorausfahrenden Fahrzeuge waren nur hin und wieder abzweigende oder querende Spuren erkennbar. Immer wieder schaufeln, Sandbleche schleppen und schieben. Auch wir sind wieder hängengeblieben. 17:30h, wir machen Schluss, essen, am Lagerfeuer etwas ratschen und ab in's Bett. (75 km). Heute fuhr der mauretanische Führer das WoMo, welches am meisten festsaß (Frontantrieb und etwas über 80 PS). Richtung Westen - zum Meer hin mussten viele Tiefsanddünen überquert werden. Die vorherigen konnten wir oft umfahren. Wir kommen auf Teer. O zeigt immer deutlicher seine Schwächen. Da er bei der Vorbesprechung Luftablassen als unnötig abtat, hatten nur wenige Luftpumpen dabei. Er schon, aber er lieh sie nicht aus. Auf dem Asphalt gab es z.T. große Sandverwehungen. Beim Herausziehen riss dem Führer-Jeep die Anhängekupplung ab und flog dem zu bergenden WoMo in den Bug – Kühler kaputt. Das Fahrzeug wurde von einem anderen WoMo abgeschleppt. Der Fahrer dieses Mobils war unsere gute Fee. Ohne ihn hätten wir die Tour wohl nicht gemeistert. Er füllte all die Lücken, die O offen ließ. Weitere Sandverwehungen, O verweigert seine Bergegurte. Unser Guide zog den Havaristen mit geflochtenen Abschleppseilen durch die Verwehung. Immer wieder schieben und Sandbleche schleppen. Inzwischen stellte sich heraus, dass O sich zwar über die Tour informiert hatte – sie aber mit einem Campingfahrzeug noch nie gefahren war. "Die Fahrt ist mit Wohnwagen und Wohnmobil ohne Allrad möglich – wir haben es getestet" Zitat aus seinem Prospekt. Der Asphaltteil der im Bau befindlichen Strasse geht in ruppige Wellblechpiste über. Gegen 19 Uhr ist es dunkel und unsere letzte Wüstennacht beginnt. (148 km). Wegen den zu erwartenden niedrigen Temperaturen zieht es O vor, noch weitere 108 km zu fahren und im Motel zu übernachten.
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Ausgeruht: Samstag, 24. Januar. Ab 8 Uhr sind wir wieder "on Tour", 80 km Buckel (LKW) Piste, dann guter Teer bis Nouakchott. O erwartete auf dem Asphaltteil die Gruppe, um uns zur Motelanlage Tergit - Vacances zu geleiten. Ankunft 12:30h (108 km). Wir wechseln Öl und Ölfilter, erneuern den Luftfilter und suchen die Ursache für unsere brennende Bremskontrollleuchte. Anschließend gehen wir baden. Durch den guten Kontakt, den O zur deutschen Botschaft hat, kann viel vor Ort repariert werden. Gebrochene Stossdämpfer – Schrauben werden erneuert, Hängeschränke mit Eisenwinkel wieder angeschraubt und der defekte Kühler unseres Havaristen wird von der Mercedes-Werkstatt ausgebaut, gelötet und wieder angebracht. Wir finden zwar nicht (mit Sicherheit) den Grund für unsere leuchtende Bremslichtkontrolle, dafür aber ein passendes Scharnier für die abgerissene Tür unseres Waschbeckenschranks. Wir hatten vergessen, auch diese Tür mit Klebeband zu sichern.
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Sonntag, wir fahren zum Einkaufen. Mauretanien ist islamische Republik – demzufolge haben die Wochentage eine andere Bedeutung. Nouakchott 1960 als Hauptstadt gegründet und für 25000 Einwohner konzipiert, soll inzwischen 700 000 Menschen beherbergen. Nouakchott ist eine Wüstenstadt, eine der wenigen die am Meer liegen und dennoch keine Oase sind. Die nächste Süsswasserquelle ist 70 km entfernt. Wir selbst haben die Stadt nicht als sehenswert empfunden – aber hier gehen die Meinungen krass auseinander. Beeindruckend vielleicht das Stadion. Eine der wenigen öffentlichen Anlagen, die der jetzigen Einwohnerzahl gerecht wird. Das Autofahren ist etwas hektisch, eigenartig, aber die Mauren sind freundliche Menschen und deshalb unproblematisch. Ärgerlich sind die vielen Polizeikontrollen und alle wollen Bakschisch, Präsente oder sonstige Geschenke.
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Die Fischer bei der Ausfahrt in Nouakchott
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Es ist heiß. Der Staubwind ist unangenehm. Unser Platz liegt direkt am Strand und wir gehen am Nachmittag zur Anlande- und Vermarktungsstelle der Fischer. Ab 16 Uhr kommen die Pirogen mit dem Tagesfang zurück. Dieser Atlantikabschnitt gehört zu den fischreichsten der Erde. In drangvoller Enge Fischaufkäufer (meist Frauen, sehr schön bunt gekleidet und, solange sie keine Kamera sahen, sehr freundlich), Hilfskräfte, welche die Fische ausnehmen, transportiert werden die gefüllten Körbe auf dem Kopf, auf Eselskarren oder im Innenraum von Uralt-Limousinen.
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Zwischendrin immer wieder Männer im Ölzeug, welche die schweren Boote – unter Gesang – mit einer eigenartigen Drehbewegung durch die Atlantikdünung den Strand hinaufziehen. Dieses Schauspiel ist sehenswert. Klar, hier kaufen wir Fisch. Allerdings ist dies etwas gewöhnungsbedürftig. Nach dem Kauf ist die Weitergabe an den Mann, der die Fische ausnimmt, obligatorisch und natürlich kostenpflichtig. Achtung! Wie auf allen Märkten Mauretaniens ist das Fotografieren streng verboten. Ich erklärte einem Polizisten, dass ich nicht den Markt sondern die Fischerboote fotografiere. Nachdem ich ihm die Kamera für einige Fotos überließ, war er damit einverstanden. Ansonsten geht's halt heimlich, dann wird auch niemand verletzt. Am Abend gab es am Lagerfeuer überall gegrillten Fisch. Montag, lange Spaziergänge am Strand, baden, Muschel suchen, relaxen.
Dienstag, 27. Januar. Heute fahren wir weiter, immer nach Süden. Der bislang sehr helle, fast weißgraue Sand wird rötlich. Je weiter wir dem Senegal (der einzige Fluss des Landes der dauernd Wasser führt) entlang kommen, desto mehr sehen wir auch grün. Im Sommer, in der Regenzeit, gibt es hier eine geschlossene Pflanzendecke. Wir überqueren den Senegal nicht in der Grenzstadt Rosso mit der Fähre, sondern fahren 80 km westlich über den Staudamm bei Diama. Hier erwartet uns eine langwierige Grenzabwicklung die erst um 19:30h beendet ist. Endlich können wir weiter, durch die neueren Bezirke von St. Louis - immer nach Süden. Gegen 22 Uhr kommen wir in der Zebra-Bar, inmitten des Nationalparks "Langue Barbarie" gelegen, an. Allerdings nicht Jutta und Sigi mit Joachim. Diese hatten durch falsch angelegte Sammelstellen schon in St. Louis den Anschluss verloren, suchten uns im Nationalpark und fanden uns um 24 Uhr. Es gab keine Verbindung mit dem Sat-Telefon.
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Erholt und ausgespannt: Mittwoch, 28. Januar. Hier mitten im Park hat das Schweizer Paar Dürig ein paradiesisches Campement geschaffen. Es gibt Mietbungalows, Windsurfing, Kajak und Bootsservice. Hier hat man zwar schon viele ausgebaute Campingbusse gesehen, aber noch keine Wohnmobile unserer Art. Der Platz liegt auf einer Landzunge am Senegal, in der Nähe des Dorfes Gandiol. Heute haben wir die Schönheit des Parks und der Landschaft genossen. Stundenlanges spazieren am Flussufer und im Park. Abends gab es ein hervorragendes (einheimisches) Essen auf der Terrasse der Bar.
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Donnerstag, wir fuhren mit einer Piroge (einfach 90 Min.) nach St. Louis . Die alte Hauptstadt wurde ursprünglich auf einer Landzunge errichtet und ist jetzt in drei Stadtteile gegliedert. Die beiden Fischerviertel befinden sich auf der Landzunge, der moderne Stadtteil Sor auf dem Festland. Die Verbindung besteht aus 2 Brücken, wovon die eine "Pont Faidherbe" von Eiffel konstruiert wurde. Stundenlang bummelten wir durch die Altstadt. Während wir die Reiseführer-Sehenswürdigkeiten nur am Rande besuchten, faszinierte uns die Ursprünglichkeit der alten Viertel, besonders der Märkte. Vielleicht noch das legendäre Hotel de la Poste. Am späten Nachmittag kehrte unsere Piroge zur Zebra-Bar zurück. Es blieben dann gerade noch 2 Stunden zu relaxen und mit unserer Rikkie am Ufer des Senegal zu spazieren – dann gab's zum Abendessen Fisch, hervorragend. Freitag war wieder relaxen, baden und Parkbesuch angesagt. Abends luden die Dürigs zum Büffet ein.
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Unsere Transport-Fahrzeuge für den Ausflug nach St.-Louis
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Angekommen: Samstag, 31.1. So zwischen 9 und 10 Uhr fuhren die einzelnen Mobile Richtung Dakar. Unterwegs sahen wir immer wieder PKWs mit lebenden Hammeln auf dem Dach, wir wunderten uns, wussten aber den Grund nicht. Nach Durchfahrt der Großstadt Thies sollten die ersten auf einem geeigneten Parkplatz das Eintreffen aller WoMos abwarten. Nun fuhren wir im Konvoi auf den Campingplatz Rufisque / Dakar (261km), der ursprünglich vorgesehene Platz stand nicht mehr zur Verfügung. Dieses Hippo-Camp, welches wir anfuhren, bestand aus einem Innenhof für max. 5 Campingbusse und einigen Schlafkammern. Wir mussten in einer Seitenstrasse bzw. auf einem total vermüllten Grundstück stehen. Außerdem war der Zeitpunkt für Dakar sehr schlecht gewählt. Morgen begann das 3-tägige Hammelfest, einer der höchsten islamischen Feiertage. Die meisten Familien opferten hier einen Hammel. Die Tiere wurden von überall her - an uns vorbei - zum Reinigen an den Strand getrieben. Ein Aufenthalt vor dem WoMo war kaum möglich. Am nächsten Tag wurden die Tiere geschächtet und die nicht verwertbaren Teile auf unserem "Campingplatz" entsorgt.
Sonntag, unsere Gruppe mietet sich einen kleinen Omnibus für den ganzen Tag. Der Lac Rose (Ziel der Rallye Paris - Dakar) und Sehenswertes wurde besucht. Die Stadt war tot und leer.
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Unser Fahrzeug für den Tagesausflug
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Montag, wir, ein Teil unserer Crew mieteten uns 3 Taxen und fuhren zum Hafen und von dort mit dem Schiff auf die Sklaveninsel Gore. Wenn die Vergangenheit dieser Insel auch schrecklich ist, das Bummeln durch die Gassen und Kirchen ist wunderschön. Man wähnt am Mittelmeer zu sein.
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Genug - Zurückgefahren: Dienstag, 3.2. melden wir uns ab. Wir fahren alleine wieder nach St. Louis, zuerst einkaufen dann Rundfahrt durch die Stadt. Gegen 15 Uhr sind wir wieder im Paradies Zebra-Bar (291 km). Am Nachmittag kommen noch 2 Mobile von unserer Gruppe. Es ist sehr heiß, anstatt dem Februarmittel von 22° zeigt uns der Thermometer 35° an. Mittwoch Nachmittag kommt dann das letzte Fahrzeug aus Dakar an. Donnerstag, 5.2. So ab 8 Uhr fahren unsere WoMos Richtung mauretanische Grenze. Auch auf der Heimfahrt wollen wir die von vielen Touristen beschriebenen Schikanen auf der Senegal-Fähre meiden. Wieder geht es in Diama über den Staudamm. Wider Erwarten geht die Grenzabwicklung schnell (ca. 1 Std.) - aber wegen Arbeiten war der Damm gesperrt. Wir mussten 4 Stunden warten. Einzeln oder in kleinen Gruppen ging's Richtung Rosso. Vor Einbruch der Dunkelheit suchten wir uns mit 3 anderen WoMos einen Übernachtungsplatz in der Savanne, außer Sichtweite der Piste, ca. 10 km vor Rosso (137 km). O fuhr nach Nouakchott ins Motel.
Ausgespannt: Freitag, 6.2. fuhren wir auf recht guter Strasse nach Nouakchott. Jetzt überraschte uns ein Staubsturm, unter Bedingungen, wie bei uns bei Nebel kamen wir gegen Mittag an (226 km). Wir nutzten die Wochenendpause zum Spazierengehen, Grillen und Baden.
Abgezockt: Montag, 9.2. weiter im Konvoi. Zuerst 40 km neue Asphaltstrasse, dann harte Wellblechpiste bis Tiouilit. Ab hier ließen sich 3 Teams unserer Gruppe von Mitgliedern der einheimischen Führercrew pilotieren. Jetzt warten wir das Ende der Flut ab, um auf dem Ebbstrand bis Nouamghar zu rollen. Es war schon dämmrig, als wir die schwierige Auffahrt zu Dorf und Nationalpark angingen. Bei Dunkelheit erreichten dann die Letzten das Plateau oberhalb des Strands. Hier sollten wir wieder einmal an Uniformierte "Kontrollgebühr" löhnen. Nach Rücksprache mit O meinte dieser, wenn wir weiter wollen, müssten wir die verlangten 16 Euro zahlen. Kurz darauf stellten wir fest, dass die Gebühr der Eintrittspreis für den Nationalpark war. Diesen Eintritt hatten wir vor 14 Tagen schon einmal unter Protest beglichen. (In der Ausschreibung stand eindeutig, dass diese Kosten von O übernommen werden.) Ingrid protestierte jetzt massiv. O zahlte am nächsten Tag die zu Unrecht bezahlte Summe zurück. Übernachtet haben wir an einer Lagune in der Nähe des Dorfes (185 km).
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Am Mittwoch hatten wir schlimme Sandpassagen und waren richtig stolz, nicht hängengeblieben zu sein. Es war weiterhin sehr heiß. Der Mitsubishi unserer Guides hatte eine Motorpanne - längere Pause. Am späten Nachmittag kamen wir wieder in Sichtweite der Erzbahn. 18 Uhr machten wir Schluss (101 km).
Donnerstag, 12.1. Um 8 Uhr fuhren wir los. Sehr schlechte Piste, viele scharfe Steine (kostete uns den rechten Vorderreifen) und schwierige Sandpassagen. Wir fuhren fast ausschliesslich im 2. Gang. O spürte wohl wieder Boden unter den Füssen, half bei Reparaturen, bemühte sich - zusammen mit anderen - uns über den Schotter der Bahnschienen zu lotsen. Auch übernahm er, wie gewohnt, die Grenzabfertigung, welche 4,5 Stunden dauerte. Also, alles lief wieder ganz normal. Übernachtet haben wir beim Motel Barnas (130 km).
Freitag ging's einzeln so ab 8 Uhr los. Ziel war das bereits auf der Hinfahrt besuchte Motel vor Dakhla. Um die Mittagszeit kamen wir an (284 km).
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Ausgebrochen: Samstag, 14.2 . Am Abend gab O dann die Planung der Rückreise an. Noch einen Tag in Dakhla, dann die gleichen Campingplätze wie auf der Hinfahrt. Von Campingplätzen hatten wir erst 'mal genug. Außerdem planten wir für die Rückfahrt eine andere Route. Also haben wir uns von O und einem Teil der Gruppe verabschiedet, mit den gegenseitigen Wünschen für eine gute Heimfahrt.
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Zuerst wollten wir nach 20 km an dem schönen Stellplatz der Dakhlaer Bucht bleiben (sehr empfehlenswert), dann fuhren wir doch weiter. Auf trostloser Route immer nach Norden - keine Stellplätze. In Sichtweite der Strasse wollten wir nicht übernachten, bei den wenigen Abfahrten von der Steilküste haben wir uns nicht in den Tiefsand getraut. Jetzt trafen wir auch Gisela und Willi, welche diesen Morgen eine Stunde nach uns das Gelände verließen und uns sagten, dass Marlene und Jochen ebenfalls abreisen wollen. Nachdem wir nach zwei Stunden immer noch keinen schönen Übernachtungsplatz fanden, beschlossen wir, das Wüstencamp in der Nähe von Layoune anzufahren, welches wir von der Hinfahrt schon kannten. Wir bezahlten beim Inhaber unser Abendessen. Als er die Übernachtungskosten ansprach, sagten wir ihm, dass sämtliche Gebühren für Übernachtungen in unserem Reisepreis enthalten seien, dass die Gruppe am nächsten Tag zu ihm komme und er die Kosten dann geltend machen könne. Wir nannten ihm noch Namen, Pass- und Autonummer. Natürlich war er einverstanden die Gebühr (5 Euro pro Team) am nächsten Tag zu kassieren.
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Angezeigt: Sonntag, 15.2. Um 7:30h fuhren wir mit Gisela und Willi los. Bald sahen wir bei km 1342 (134 km südlich von Tan-Tan) das Hinweisschild zum Naturschutzgebiet "Sibe Khemfiss". Nach ca. 2 km erreichten wir die herrlich gelegene Lagune. Viele Mobile fanden sie ebenso schön und waren seit Wochen hier. Für ängstliche gibt es einen Militärstützpunkt und in dessen Mauern auch Räume für Fischer. Mit diesen sind Fahrten durch die Lagune möglich. Doch wir wollten noch ein Stück weiter. Ca. 30 km nach Akhtenir, an der Mündung des Qued El Quaar, wieder Stellplätze. Jetzt konnten wir nicht widerstehen - wir blieben. Es war Mittagszeit und 200 Kilometer waren wir gefahren. Später kamen auch Marlene und Jochen vorbei, die aber noch nach Tiznit wollten. Am Abend sahen wir auf dem Autotelefon eine Nachricht. O teilte uns in wohlgesetzten Worten mit, dass der Inhaber des Wüstencamps wegen den von uns nicht bezahlten – und von O zu zahlenden – 5 Euro Anzeige wegen Zechprellerei gestellt hätte. Außerdem avisierte er Probleme an der Grenze, sehr kindlich und lächerlich.
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Stellplatz 134 km südlich von Tan-Tan
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Stellplatz an der Mündung des Qued El Quaar
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Montag, 16.2. Heute fuhren wir wieder alleine. Seit 8:00 Uhr sind wir unterwegs. Wir haben Probleme mit dem Kühlwasser. Nach Entfernen des Grills und Abbürsten des mit Sand regelrecht "zugebackenen" Kühlers lief unser Mobbel wieder normal. Um 14 Uhr kamen wir in Tiznit an (327 km). Im Park vor der Stadtmauer fanden wir einen schönen Stellplatz. Es standen hier schon 3 Mobile. Beim Stadtbummel trafen wir Gisela, Marlene, Willi und Jochen. Die 4 hatten den Campingplatz bevorzugt.
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Freier Stellplatz in Tiznit, vor der Stadtmauer
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Dienstag fuhren wir nach Agadir, einige Runden durch diese moderne Stadt, um dann bei einem großen Einkaufscenter Vorräte zu bunkern. Weiter nach Norden. Einige Km nach Agadir schauten wir uns "die Platte" an. So viele Mobile hatten wir noch nie auf einem Fleck gesehen. Manche Insider sprechen von 700, andere von 1000, und einige bleiben hier Monate - für uns nicht nachvollziehbar. Anschließend fuhren wir noch bis Essauira (270 km).
Mittwoch, 18.2. Heute fanden wir einen schönen Stellplatz in der Nähe eines Leuchtturms. Aber die vielen Kinder, die uns umringten (es waren Schulferien) nervten irgendwann. Also weiter bis El Jadida (273 km). Hier verbrachten wir die nächsten beiden Tage. Man kann sehr gut am Ende des Strands stehen oder auf dem ca. 500 m vom Meer entfernten Campingplatz. Wir fanden diese alte portugiesische Stadt eigentlich schöner als Essauira. Samstag, 21.2. Gegen 8 Uhr nahmen wir die direkte Strasse nach Larache, Ceuta, Grenze, Überfahrt nach Europa. Wir wollten noch bis Motril, der uns bekannte Stellplatz wurde inzwischen verlegt und bei Dunkelheit mochten wir nicht suchen – also Guardiaz Viejas 00:30h (836 km).
Geurlaubt: Freitag, 27.2. Wir fuhren den Stellplatz einige Kilometer nach Mojacar an (178 km), dann wegen sehr starkem Wind die "Gruberbucht" (33 km). Samstag blieben wir auf dem Stellplatz San Juan de los Tereros (3 km), um am Sonntag, 29.2 zur "Schlangenbucht" weiterzufahren (54 km). Mittwochs fuhren wir südlich in die Bergwelt der Sierra Nevada und nach Guardiaz Viejas zurück (250 km). Sonntag, 7.3. starteten wir die Heimreise, zuerst nochmals einige Zeit in Playa Percheles (226 km), dann St. Charles de la Rapita (481 km), Gruissan bei Narbonne, wo wir einige Tage blieben (475 km), nun Digion - der schöne Stellplatz direkt an Stadtmauer und Loire gefällt uns immer wieder (521 km).
Heimgekommen: Nun Mühlhausen, Bühl, Blaubeuren und wir waren nach 815 Kilometer wieder zuhause.
Dankgesagt: Danken möchten wir allen aus unserer Gruppe, ohne diesen Zusammenhalt wäre diese Reise letztendlich nicht positiv verlaufen. Leider gab es, uns betreffend, zwei Missverständnisse, die so absurd waren, dass wir sie weder damals noch jetzt aufklären wollten. Unser besonderer Dank geht an Joachim M., die gute Fee, die immer da war, wenn Hilfe gebraucht wurde. Wie wir, war auch er ein zahlender Teilnehmer und ohne ihn hingen immer noch einige in der Wüste fest!!!
Nachwort: Für uns war dies mehr als "nur ein längerer Urlaub", normale Urlaube mit mehr als 10.000 km hatten wir vorher auch schon gemacht – für uns war es ein echtes Erlebnis. Mauretanien werden wir sicherlich nochmals bereisen, vielleicht besuchen wir auch nochmals Senegal, St. Louis und die Zebra-Bar. Wir werden sehen.
Insgesamt fuhren wir auf dieser Reise 13.978 km
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[Mauretanien/Senegal] |
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