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Irland, eine Reise im Regen

27. April - 24. Mai 2011
von Edith und Peter Svoboda

Dieses Jahr platzten unsere Träume, die Länder Syrien und Jordanien zu besuchen, also wurde kurzfristig Irland gewählt. Wir waren noch nie auf der grünen Insel, warum also nicht dieses Jahr. Zum Wetter: In 3 Wochen sahen wir fast keine Sonne, dafür jede Menge Regen und Sturm, Fernsehen war fast unmöglich.

27.04.
Abfahrt von Asten auf die Autobahn Richtung Frankreich, Cherbourg-Octeville. Wir hatten keine Fähre gebucht, bekommen wir einen Platz, ist es OK, wenn nicht, wird irgendwo in Frankreich Urlaub gemacht. Auf der Autobahn ging es zügig voran, bis abends hatten wir Landstuhl, nähe Kaiserslautern erreicht. Am Gemeindestellplatz hatten wir eine kostenlose Übernachtung, Strom, Wasser und Entsorgung waren auch dabei.
GPS: N 49°24'57" E 7°34'12"
640 km

28.04.
Landstuhl – Saarlouis – Luxemburg – Belgien ging's nach Frankreich, in der Nähe von Amiens auf einen Munizipal Campingplatz, wo wir 2 Nächte blieben. Es gab keine Sehenswürdigkeiten, aber ich durfte im nahegelegenen Bach fischen.
415 km

30.04.
Heute geht es über Rouen und Caen nach Cherbourg, alles auf Bundesstrassen, da wir genug Zeit haben. Direkt im Hafen wurde die Fähre "Oskar Wilde" gebucht. Gesamtkosten in der Vorsaison für 2 Personen, ein Mobil mit 1m Überlänge (7,5 Meter), Hinfahrt eine Kabine für 2 Personen, für die Rückfahrt gab es nur mehr Pullmann Sitze: € 297,00.

Das nächste Schiff fuhr aber erst in 3 Tagen. Zum Warten fuhren wir auf einen Stellplatz bzw. Campingplatz, 36 km östlich von Cherbourg.

Gatteville-le-Phare war ein Bauernhof direkt am Meer, € 14,00 pro Nacht, leider etwas windig.

GPS: N 49°40'48" W 1°16'23"
520 km

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03.05. – 04.05.
Um 20.00 Uhr Abfahrt im Hafen von Cherbourg nach Rosslare, Irland, 19 Stunden Fahrzeit. Nach einem ausgezeichneten Essen und einigen Bier ging es in die Koje. Eine ruhige und lange Nacht erwartete uns.

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Um 14.00 Uhr irische Zeit fuhren wir im Hafen von Rosslare ein. Regen und Sturm empfingen uns, Temperatur unter 10°C. Vom Hafen ging es zur Rosslare Beach - Richtung Wexford zum Übernachten.
GPS: N 52°16'22,0" W 6°23'09,0"

Wandern am Strand war unmöglich, im Wohnmobil beim Heizen dafür gemütlich.

Unsere Stellplätze habe ich aus dem Buch: WOMO-Reihe, mit dem Wohnmobil durch Irland, war sehr hilfreich. Die Sehenswürdigkeiten fand ich in den Unterlagen von ÖAMTC und ADAC Plus Reiseführer.
10 km

05.05.
Über Waterford ging es direkt an die Küste und dann immer den Strand entlang, durch kleine Dörfer bis Middleton zur Whiskey-Brennerei, kurz vor Cork. Wir verspürten keine Lust zur Besichtigung und so fuhren wir zum Reisemobilstellplatz Carrigtohill, tranken mit der Besitzerin ein gutes Bier und unterhielten uns über das Wetter.
GPS: N 51°54'40" W 8°14'17"
191 km

06.05.
Die Fahrt durch die kleinen Fischerdörfer war sehr schön, aber alles war menschenleer, niemand wollte bei diesem Wetter spazieren gehen. Cork interessierte uns nicht und so fuhren wir wieder entlang der Küste über Kinsale nach Ballydahob.

Bei N 51°33'39.8" W 9°27'26.0" fanden wir einen schönen Übernachtungsplatz direkt neben einer alten Brücke, entsorgen konnten wir 300m vorher am Tennisplatz.
145 km

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07.05.
Heute fuhren wir die schönste Strecke von Irland den "Ring of Kerry" auf der Halbinsel Iveragh. Da die Strassen sehr eng sind, empfahl man uns, entgegen dem Uhrzeigersinn die Halbinsel zu umfahren, da auch die Reiseautobusse sich daran halten. Zu sehen bekamen wir nichts außer Nebel, Regen und Sturm. Hier einige Bilder von diesem Tag.

Am späten Nachmittag landeten wir in Killarnay am Parkplatz vom Ross-Castle.

GPS: N 52°02'29,0" W 9°31'44.9"
Burgbesichtigung € 8,00
254 km

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08.05.
Zeitig in der Frühe weckten uns die Marktfahrer, Sonntagsmarkt direkt auf dem Parkplatz vor dem Schloss. Schnell wurde gepackt und weiter ging es, bevor wir eingeparkt wurden, Richtung Limerick, Kilrush zu den Cliffs of Moher. Landschaftlich sehr abwechslungsreich und sehr schön. Traumhafte Häuser, wunderschöne Gärten, nur bei fast jedem dritten Haus sah man das Schild: FOR SALE. Man erklärte mir, keine Arbeit – niemand kann mehr die Schulden bezahlen, das ganze Land stürzt langsam in den Abgrund.

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Vorbei an gepflegten alten mit Stroh gedeckten Häusern und an trutzigen Burgen

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An den Klippen von Moher – fast 200 Meter geht es hier lotrecht hinab ins Meer - richteten wir unseren Schlafplatz ein.

Bezahlter Parkplatz am Visiter – Center
GPS: N 52°58'18.7" W 9°25'19.3"
265 km

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09.05 – 10.05.
Nach 119 km hatten wir die Nase voll, immer im Regen zu fahren und so wurde ein Campingplatz, welcher auch Campingchecks annimmt, angefahren und hier wird gerastet. Er liegt zwischen den Seen Lough Mask und Lough Corrib und in der Nähe von Ashford Castle.

Wir stehen hier alleine und alle Bars sind zu, es ist wie im Winter.

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11.05.
Heute geht’s über Clifton nach Westport. Unterwegs machten wir einen Abstecher zum Benediktinerkloster Kylemore, ein Mädchenpensionat der Extraklasse. Eintritt : € 12,00 ein Stück Apfelkuchen im Kaffeehaus (Selbstbedienung) € 5,50

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Übernachtet wird im Hafen von Westport, bis uns eines der Blechdächer um die Ohren sauste und wir einen Standortwechsel machen mussten.
N
53°48'03.1" W 9°32'59.9"
135 km

12.05.
Nach einer schlaflosen und lauten Nacht (Sturm) fuhren wir im Landesinneren weiter nach Sligo. Unterwegs sah man einmal Sumpflandschaft und Torfabbau, dann wieder nur steinige Wiesen.

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Einige Kilometer nach Sligo sahen wir Creevykeel, ein großes steinzeitliches Ganggrab, das in der Mitte des 3. Jahrtausends v. Chr. angelegt wurde.

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Und für die Nacht gab es wieder einen herrlichen Platz direkt an einem See, etwa 50 km vor der Grenze zu Nordirland.
GPS: N
55°10'12.1" W 7°58'56.3"
Wasser wird im Hafen gebunkert.
306 km

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13.05.
Unser erster Weg in Nordirland führte uns direkt zum Giants Causeway, Irlands größtes Naturwunder. Das sind vorwiegend sechseckige, aber auch vier-, fünf-, sieben- und achteckige Säulen. Geparkt hatten wir unser Auto am Parkplatz von Bushmills, bekannt als Old Bushmills, die älteste Whiskey-Destillerie der Welt, besteht seit 1608. Von hier wurden wir mit einem Bus zum Visitercenter Causeway gebracht.
Am Ende wurden wir natürlich wieder voll eingeregnet.
GPS: N 55°12.465' W 6°31.353'
160 km

Bilder, die mehr als Worte sprechen

14.05.
Heute geht es der Antrim Coast Road entlang bis nach Belfast, durch wunderschöne Fischerdörfer und verschlafene Winkel.
Spätabends wird Belfast erreicht und direkt am Campingplatz halt gemacht:
Dundonland Touring Caravan Park, 111 Old Dundonald Road, Belfast BT16 1XT.
130 km

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15.05.
Mit einem Stockbus wird die Stadt besichtigt. Das Wichtigste dabei war der Besuch der kath. und protest. Strasse, in welcher jahrzehntelang die Glaubenskämpfe ausgetragen wurden. Heute erinnern nur mehr die Abbildungen an den Häusern und die Grabmäler in den Gärten daran.

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Natürlich hat Belfast auch eine Reihe schöner, alter Bauten wie die City Hall, das Grand Opera House, den Albert Memorial Clocktower, der bereits eine beachtliche Schieflage hat, den Crown Liquor Saloon aus der viktorianischen Zeit, welcher unter Denkmalschutz steht, und die Universität mit etwa 25.000 Studenten.

16.05.
Es geht wieder Richtung Irland, Dublin. Da gerade die Königin in Irland auf Besuch war, wurden wir kurz vor Dublin umgeleitet und so änderten wir unsere Route und fuhren ins Landesinnere Richtung Athlone. Im Boyne Valley, 40 km vor Dublin besuchten wir zuerst Monasterboice mit seinem herrlichen Friedhof und zur Übernachtung standen wir am Parkplatz beim Mellifont Abbey.
GPS: N 53°44'35.5" W 6°27'55.9"
175 km

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Monasterboice

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Mellifont und Übernachtungsplatz

17.05. – 19.05.
Über Navan, Mullingar fuhren wir nach Athlone auf einen Campingplatz, um wieder einmal zu rasten und zu faulenzen. Unterwegs sahen wir noch diese wunderschöne Festung. Trimcastle gebaut 1137, hier wurde auch der Film Braveheart gedreht.

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Da wir fast die einzigen Gäste waren konnte ich einmal das Auto etwas reinigen, innen und außen.
GPS: N
53°26'55.0" W 7°53'28.9"
163 km

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20.05.
Es wird langweilig, kein Schiff am See – zuviel Wind, keine Leute am Campingplatz – zu kalt. Wir fahren den Shannon River stromabwärts bis zur Shannonbridge, dann zum Rock of Cashel. Die Strassen werden öfters sehr eng, die Landschaft umso schöner. In Cashel keine Burgbesichtigung, die engl. Königin hat Vorrang, daher fahren wir weiter bis Kilkenny.

Übernachtung etwas außerhalb auf einem Campingplatz:
GPS: N 52°38'24.2" W 7°13'46.7"
186 km

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Shannonbrücke

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Enge Strassen

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Burg – keine Besichtigung, Polizei- und Fernsehautos

21.05. – 22.05.
Heute Besichtigung von Kilkenny Castle und die Altstadt.

23.05.
Bei Regen und Sturm geht es heute zur besterhaltenen Zisterzienserabtei – Jerpoint Abbey und dann weiter zum Hafen Rosslare, da unsere Fähre morgen Richtung Cherbourg/Frankreich geht.
97 km

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24.05.
Und unser Urlaub endet, wie er begonnen hat. Wir haben fast nie die Sonne gesehen. Kein Fischen, da es immer zu kalt oder zu windig war. Auch die ersten Stunden wieder an Bord waren für viele eine Qual, das Schiff war leer, jeder lag in der Kabine oder war mutig mit einem Papiersack in der Hand unterwegs. Erst am nächsten Morgen beruhigte sich das Meer und wir hatten die letzten Stunden eine ruhige Überfahrt.

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Wir fuhren insgesamt 5.500 km, hatten diesmal keinen Blechschaden und wir fahren wieder nach Irland. Auch wir werden hier einmal die Sonne finden.